Seehausen/Krüden l Ende 2017 sah es fast so aus, als ob die Tafelgärten, die seit längerem unter der Regie der Arbeitsfördergesellschaft Beetzendorf in der Verbandsgemeinde Seehausen betreut werden, 2018 brach liegen würden. Doch das Job-Center lenkte kurzfristig ein und hatte ein Einsehen mit dem Projekt, das für Langzeitarbeitslose ebenso wichtig ist wie für den Erhalt der bewirtschafteten Schollen.

Drei Gärten in Krüden, drei am Grashöfer Weg in der Nähe der „Sachsenfalle“ und weitere acht Parzellen in der Seehäuser Kleingartenanlage„Am Ess“ werden in dieser Saison von elf Arbeitskräften bewirtschaftet. Wie die große „Konkurrenz“ auf den Äckern der Region kamen auch die Tafelgärtnerinnen und -gärtner, die zum Teil durch Aland-Bürgermeister Hans-Joachim Hildebrandt betreut werden, später als andere Jahr in Schwung. Was dem feuchten und kalten Frühjahr geschuldet war.

Die ersten Früchte ihrer Arbeit haben die Frauen und Männer schon geerntet und unter anderem in Kindertagesstätten verteilt. Für eine regelmäßige Ausgabe an sozial Bedürftige reichte die Ausbeute bislang nicht. Das soll sich ab 28. Juni ändern. Dann werden die Produkte einmal die Woche donnerstags zwischen 10 und 12 Uhr abgegeben. Und zwar kostenlos. Spenden (auch kleine) werden gern entgegen genommen. Die sollen dabei helfen, Saatgut, Dünger, Baumaterial für ein Folienzelt und anderes mehr zu finanzieren.

Die Ausgabe erfolgt aus technischen Gründen nicht mehr am DRK-Mehrgenerationenhaus an der Arendseer Straße, sondern in einer Garage, die die Arbeitsfördergesellschaft zwischen Kirche und Rathaus im Zentrum der Hansestadt anmieten und einrichten konnte.

Und was wird in den kommenden Wochen so auf die Ladentheke kommen? Alles, was das Kleingärtnerherz höher schlagen lässt: Radieschen, Lauch- und Gemüsezwiebeln, Kohlrabis, Blumenkohl, Möhren, Zucchini, Tomaten, Kartoffeln, Salat, Bohnen, Erdbeeren, Äpfel oder Kirschen, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Selbst ein paar Blumensträuße sollen im Angebot nicht fehlen, betont Hildebrandt. Und weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass die Ernte nur saisonal erfolgt und vom Wetter abhängt. Wobei die Trockenheit das Unterfangen derzeit nicht leichter macht. Heißt: Auf ein vollständiges Angebot kann sich keiner berufen.