Osterburg l Veränderungen zeichnen sich für die zum Promenadenkaufhaus (Proka) führende Straße am Westrand des Parkplatzes sowie den daneben befindlichen Fernwärmekanal ab. Wo sich jetzt die Straße befindet, sollen Tanksäulen für E-Fahrzeuge entstehen. Die Zufahrt von der Lindenstraße zu den Stellflächen wird etwas mehr in östliche Richtung verlegt. Für den Parkplatz selbst ist eine komplette Befestigung mit aufgehellter Schwarzdecke vorgesehen. 50 bis 60 Plätze sollen dort entstehen, wobei auch darauf geachtet wurde, dass die Fahrzeuge immer größer werden. Die Einfassung werde mit Beton gestaltet.

Nach Absprache mit der Feuerwehr wird das Vorhaben auch dazu genutzt, um die Löschwasserversorgung in dem Quartier zu verbessern. Weil eine Probebohrung bis zu einer Tiefe von 50 Meter kein Ergebnis brachte, legte die Kommune die vorherigen Pläne zum Bau eines Löschbrunnens zu den Akten. Stattdessen ist vorgesehen, zwei Behälter mit jeweils 100 Kubikmeter Inhalt unter dem Parkplatz einzubauen. Die 22 Meter langen und mit einem Durchmesser von 2,5 Meter geplanten Behälter sollen in etwa vier Meter Tiefe gelagert werden. Das Wasser sollte dann für einen ersten Löschangriff reichen, schätzte Planer Guido Cierpinski ein. Und auch für genügend Licht soll gesorgt sein. Vier LED-Lampen an der Lindenstraße und gegenüber, kündigte der städtische Bauamtsmitarbeiter Siegfried Bartels für den Parkplatz an.

Bauamtsleiter Matthias Köberle ergänzte weiter, dass auch an das Ver- und Entsorgungsnetz für Wasser, Schmutzwasser und Strom gedacht werde. Nach Fertigstellung soll der Lindenparkplatz auch abseits des Stadt- und Spargelfestes für Veranstaltungen genutzt werden können. Spiele das Wetter mal wieder mit, dann möglicherweise auch als Eisfläche im Winter.

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Köberle äußerte sich auch zu den Kosten. Zwar stehe die genaue Höhe noch nicht fest. Es sei aber davon auszugehen, dass es sich um einen Betrag von mehr als einer Million Euro handeln dürfte. Zwei Drittel davon finanzieren Bund und Land, ein Drittel müsse die Stadt übernehmen. Derzeit werde das Baugrundgutachten erstellt. Läuft alles wie geplant, werden die Bauarbeien im Juni und somit nach dem Stadt- und Spargelfest beginnen, zu Weihnachten soll die Maßnahme abgeschlossen sein.

Im Zuge der Vorstellung der Parkplatz-Neugestaltung sprach Rainer Moser (CDU-Fraktion) die fehlende öffentliche Toilette an, die eigentlich auf dem angrenzenden Wochenmarkt-Platz errichtet werden sollte. Weil letzterer wegen des möglichen Umzugs der Händler zurück auf den Hilliges-Platz aber mittlerweile wieder zur Disposition steht, ist auch das Toiletten-Projekt ein Stück weit fraglich. Zumal allein schon die bislang veranschlagten Baukosten von 150 000 Euro sowie Unterhaltungskosten von jährlich 10 000 Euro den Osterburger Ortschaftsrat dazu bewogen, nach einer möglichen Alternative zu suchen. Denn für eine Toilette in dieser finanziellen Größenordnung sei schlichtweg das dafür nötige Geld nicht vorhanden, so der Bauamtsleiter. Die für das Toilettenhaus angedachte Fläche soll aber dennoch erst einmal freigehalten werden.

Eine weitere Anregung kam von Stadtrat Stefan Bremer (WG Land) und dem sachkundige Einwohner Fabian Rieger (Grüne/FDP). Sie schlugen vor, dass auf dem neugestalteten Parkplatz auch an Anwohner- und Arbeitnehmerstellflächen gedacht wird. Um beides sei es derzeit in Osterburg noch eher schlecht bestellt.