Iden l Den Baum des Jahres zu pflanzen, ist Tradition für die Schüler der Idener Grundschule. So haben sich die Zweitklässler am Freitag auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt keine Blöße gegeben, um gemeinsam mit zwei Fachleuten die Robinie auf dem Areal an der Idener Turnhalle einzupflanzen. Gunnar Schulze, Revierförster des Bereiches Wische, und Försterin Jenny Schneidewind hatten unter anderem diesen Baum im Gepäck, der sich in Iden prächtig entwickeln soll.

Die Zweitklässler um Klassenlehrerin Kirsten Hübner wollten vor der Pflanz-Aktion wissen, wie alt und wie hoch die Robinie wird: Die zum Baum des Jahres 2020 ausgewählte Art könne 200 Jahre und älter werden und erreicht eine Höhe bis zu 30 Metern. Die Schüler wollen künftig regelmäßig nach dem rechten schauen und hoffen, dass „ihr“ Baum gut wächst.

Wie Gunnar Schulze informierte, gebe es eine zahlreiche Anzahl von Robinien, die auch unter Pseudo-Akazien bekannt sind, in seinem Revier. „Häufig stehen sie am Waldrand, da sie viel Licht benötigen“, sagte er. In den Wäldern sei die anspruchslose Robinie seit dem 18. Jahrhundert anzutreffen, vor allem auf armen Standorten. In den deutschen Wäldern kommt sie im Mischwald auf 20 000 Hektar vor. Ihr Flächenanteil liegt damit deutlich unter einem Prozent. Wegen ihrer Anspruchslosigkeit gegenüber Trockenheit wird die Robinie als Zukunftsbaum beim Klimawandel gehandelt.