Düsedau l Eigentlich sollte die Baumaßnahme in Düsedau mit Beginn des neuen Schuljahres, welches in der Vorwoche startete, abgeschlossen sein. Allerdings ruht die Baustelle, der Umleitungsverkehr über Erxleben hält weiterhin an. Dabei wäre diese Situation sicherlich vermeidbar gewesen, sagt Düsedaus Ortsbürgermeister Oliver Rüdrich. Auch viele Einwohner sind wegen des Stillstands der Arbeiten verärgert. So wie Bernd Gagelmann. Er denkt, dass die notwendigen Bauteile nicht pünktlich bestellt worden sind. Am 2. Juli war Baustart in Düsedau. Das geplante Vorhaben: Der nördliche Abschnitt der Ortsdurchfahrt, vom Ortseingang aus Richtung Osterburg kommend bis zum Kreuzungsbereich, soll saniert werden. Speziell die Schwerlasttransporte setzten der erst vor acht, neun Jahren sanierten Strecke mächtig zu, so dass sich das Land entschieden hat, rund 350 000 Euro zu investieren. Anfang Juli rückte auch die mit den Arbeiten beauftragte Osterburger Firma an, um die Straße abzufräsen. Das sei innerhalb eines Tages geschehen. Anschließend widmete sich das Unternehmen dem Kreuzungsbereich, sorgte dort für eine neue Straßen­decke – der Bereich kann seitdem wieder von den Straßenverkehrsteilnehmern genutzt werden. Allerdings gerieten die Arbeiten auf dem abgefrästen, rund 150 Meter langen Abschnitt ins Stocken. Seit Mitte Juli, und somit seit rund einem Monat, sei keine Bautätigkeit in Düsedau erfolgt. Für viele Einwohner nicht nachvollziehbar. Erst wenn das entsprechende Material vorhanden sei, hätte die Maßnahme beginnen dürfen, lautet ihr Vorwurf. So müssen sie mit dem derzeitigen Straßenbild leben. Was weitere Wochen Vollsperrung zur Folge hat.

Die Landesstraßenbaubehörde begründete den Stillstand mit Lieferschwierigkeiten bei den benötigten Winkelstützelemente, die im Bereich des Grabens einzubauen sind. Dass zu spät bestellt worden ist, dementiert das Unternehmen. „Sofort nach Auftragseingang“, so Uwe Wimmer, Geschäftsführer der Firma Ost Bau, hätten sich die Verantwortlichen mit den Lieferanten in Verbindung gesetzt. Zudem musste der Kreuzungsbereich in den Ferien fertiggestellt werden, um den Schülertransport per Bus nicht zu gefährden. Die dafür benötigte Fräse wurde auch für den zweiten Part, die Arbeiten für die Fahrbahn vom Ortseingang bis zur Kreuzung, eingesetzt. Die Fräse komme per Sondertransport. Da dieser Aufwand recht hoch sei, wurde sozusagen alles auf einmal abgefräst.

Die Baumaßnahme dürften erst Mitte September ihren Abschluss finden. In der übernächsten Woche sollen die Arbeiten fortgesetzt werden.