Hassel l  Im B-Plan der Gemeinde Hassel sollen neue Wohngebiete ausgewiesen werden. Einerseits handelt es sich um ein Gebiet in Hassel, andererseits um eines im Ortsteil Wischer.

Anfang und Mitte der 90er Jahre haben sich viele Häuslebauer in Hassel und in Wischer ihren Traum von den eigenen vier Wänden realisiert. Die Einwohnerzahl der beiden Orte stieg. Die Beliebtheit von Hassel und Wischer liegt unter anderem auch in der Nähe zur Kreisstadt Stendal begründet. Bürgermeister Alf Diedrich (CDU) kann sich erneut vorstellen, dass die Gemeinde Hassel von der Erschließung neuer Wohnbaugebiete und demzufolge vom Zuzug neuer Bürger profitiert. In diesem Zusammenhang denkt er auch an die Kindertagesstätte: Aufgrund der großen Nachfrage hat sich der Gemeinderat bereits für einen Kita-Neubau positioniert. Neue Einwohner könnten dann für weitere Mädchen und Jungen sorgen, die im Ort betreut werden. Auch ortsansässige Vereine oder die freiwillige Feuerwehr würde sich sicher über neue Mitglieder freuen.

Das neue Wohnbaugebiet in Hassel sei etwa vier Hektar groß, befindet sich unweit des Sportplatzes und demzufolge in Nachbarschaft des Wohngebietes „Am Weidenplan“. Während der jüngsten Ratssitzung meldeten sich auch Einwohner zu Wort, die die neue Ausweisung als Baufläche kritisierten. Der Bürgermeister betont, dass die Gemeinde am Anfang dieses Vorhabens ist. Diedrich weiß, dass es Interessenten gebe, die Bauland in Hassel und Wischer suchen. „Aber wir müssen erst einmal einen Investor finden“, so der Ortschef. In Wischer ist die Fläche kleiner, das Gebiet soll die Bezeichung Arneburger Weg tragen. Laut Diedrich wäre „vielleicht Platz für fünf, sechs Häuser“.

Zurzeit gebe es in beiden Orten keine geeigneten Flächen, die für eine Bebauung geeignet sind. Im Flächennutzungsplan der Gemeinde Hassel, der weiterhin rechtskräftig ist, sind die beiden genannten Flächen nicht als Baufläche dargestellt. Die Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck befindet sich im Verfahren zur Aufstellung eines das Verbandsgemeindegebiet umfassenden Flächennutzungsplans. „Nach der Genehmigung des Flächennutzungsplans der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck ist ein Änderungsverfahren durchzuführen“, heißt es zu diesem Beschluss.