Seehausen l Die Sanierung des Behrendschen Weges hat die Verbandsgemeinde Seehausen seit vielen Jahren auf der Agenda. Bisher scheiterte die Investition in die knapp drei Kilometer lange Anbindung von Behrend und Falkenberg an die B 189 am Geld. So waren auch die Bemühungen vergeblich, Zuschüsse über das Programm „Ländlicher Wegebau“ für zwei Betonspurbahnen mit Ausweichstellen zu bekommen.

Derweil verschlechterte sich der Zustand der Straße zusehends, die auch für den Rettungsdienst große Bedeutung hat, weil Feuerwehr, Notarzt oder Sanitäter auf dem Ausweichkurs über die B 189 zweimal Bahnschranken passieren müssten. Das kann im Ernstfall wertvolle Zeit kosten. Auch aus dem Grund gab der Verbandsgemeinderat im vergangenen Jahr schließlich grünes Licht für einen Plan B, der gestern von Ost-Bau in die Tat umgesetzt wurde.

Ebenso wie der erste Abschnitt aus Richtung Seehausen vor ein paar Jahren bekommt der weitere Weg auf einer Breite von 3,50 Metern eine neue etwa sechs Zentimeter dicke Tragdeckschicht aus Asphalt. Die komplette Piste wird indes nicht erneuert.

Wie Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth (Freie Wähler) gestern vor Ort erklärte, könne derzeit nur der Eigenanteil investiert werden, den die Kommune als Gegenfinanzierung für den Zuschuss- antrag mit einem Gesamtumfang von etwa 550 000 Euro hinterlegt hatte. Das sind knapp über 90 000 Euro.

Das Geld reicht für circa 1400 Meter, die auf zwei Abschnitte gesplittet werden. Den längeren Teil in der Mitte und einen kürzeren bis an den Ortseingang von Behrend. Mehr gebe der „auf Kante genähte“ Haushalt derzeit nicht her, bedauerte Kloth, der weiß, dass der Bedarf größer ist.

In dem Zusammenhang kritisierte er einmal mehr die Finanzpolitik, die den Kommunen kaum noch größere Investitionen ermöglicht, wenn nicht irgendwelche Fördertöpfe angezapft werden können.