Düsedau l Begleitet von der Kita-Leiterin Ute Roefe und deren Mitarbeiterinnen Ute Grader, Claudia Koschewski und Jennifer Sefloth sowie dem Bundesfreiwilligendienstler Leonhard Scholz und dem Schülerpraktikanten Moritz Schmack waren die Kinder per Kita- und Bürgerbus angereist. Constanze Thomsen, die gemeinsam mit ihrem Mann Jochen den Hof bewirtschaftet, hatte sie – erst mal schnell kuscheln! – in Empfang genommen und sie gemeinsam mit den Alpakas „Icegirl“, dessen Fohlen „Indiro“ und „Paola“ willkommen geheißen.

Kühe sind den Kindern, da sie auf dem Lande leben nichts Unbekanntes. Sie wissen, woher die Milch kommt. Und das sollten sie nun in der Praxis auch erleben. So war das Melken einer Kuh das erste, was sie hautnah verfolgen konnten. Die Landwirtin hatte eine Melkmaschine vorbereitet, das Melkgeschirr am Kuheuter angelegt. Und die Kinder sahen, wie der Milchbehälter sich mehr und mehr füllte. Mit der Milch füttern die Thomsens ihre Kälber. Die mögen die Milch, die einen Fettgehalt von vier Prozent aufweist, am liebsten kuhwarm. Auf dem Hof stehen derzeit 140 Mutterkühe, 100 Färsen (Jungkühe) und zehn Bullen. Vor einiger Zeit hatten Thomsens ihr Produktionsprofil von der Milchvieh- auf die Mutterkuhhaltung umgestellt, weil seinerzeit die Milchpreise für die Erzeuger existenzgefährdend im Keller waren.

Außerdem gehören zum Anwesen zwei Pferde, zwei Hunde und eine Schleiereule. „Die nistet seit zehn Jahren hier im Stall, und wir freuen uns, dass sie sich hier wohlfühlt“, berichtete Constanze Thomsen. Einige Kinder zeigten ihr besonderes Interesse durch Fragen. Tim wollte zum Beispiel wissen, was die gelbe Ohrenmarke zu bedeuten habe. „Das ist gewissermaßen der Personalausweis“, erläuterte die Fachfrau, „den sie bald nach der Geburt bekommen und während ihrer Entwicklung vom Kalb über Jungrind, Färse bis zur Kuh behalten.

Bilder

Die Kinder fütterten die Kühe und Kälber mit Pellets, die sie ihnen quasi vors Maul schütteten und teilten ihnen auf Geheiß Silage zu. Mit dem Tasten des Inhalts in einer Box sollten sie schließlich die verschiedenen Futtermittel erraten. Das klappte bei den Ein- bis Sechsjährigen ganz prima. In der Box befanden sich zur Überraschung der kleinen Besucher aber auch Tütchen mit Gummibärchen und kleine Blöcke zum Malen der Erlebnisse dieses Tages.

Ganz wichtig: Die Kita übernahm die Patenschaft über ein fünfzehn Monate altes Kalb, und die Kinder tauften es auf Jula; die Mutter heißt Julia. Später gingen die Mädchen und Jungen über einen Barfußpfad. Auch durften sie sich einen Traktor ganz aus der Nähe besehen. Zum Mittagessen wurden Würstchen gegrillt. Der Kindertag sei ganz prima gewesen hieß es beim Abschied von den Thomsens. Vielleicht sehe man sich ja einmal wieder.