Osterburg l Die Saison wird um ein paar Wochen verkürzt, sonst bleibt im Flussbad aber alles wie gehabt. Erneut wird im Mai für den Abstecher in die Ausflugsstätte kein Eintritt erhoben, erst im Juni müssen Badenutzer die Geldbörse zücken. Dann zahlen Kinder wieder 1 Euro, bei Erwachsenen werden 2 Euro fällig. Auch an den Öffnungszeiten ändert sich nichts. Das Bad öffnet täglich um 14 Uhr (in den Ferien um 11 Uhr). Gegen 19  Uhr ist Feierabend.

So lauten die zeitlichen und preislichen Regelungen, die der Osterburger Ortschaftsrat am Montagabend per einhelliger Zustimmung quasi amtlich machte. Zuvor hatten Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose (CDU) und Räte wie Jürgen Emanuel, Wolfgang Tramp (beide Die Linke) oder Michael Handtke (CDU) Verständnis dafür gezeigt, dass Annett und Guido Lenzner aus Kostengründen auf den aus den Vorjahren gewohnten Frühstart Anfang Mai verzichten. „Wir haben in den vergangenen vier Jahren als Betreiber eine Menge Erfahrungen mit dem Bad gesammelt. Dazu gehört, dass der Mai kein Bademonat ist. Bei Temperaturen um die 13 Grad, und mehr hat das fließende Gewässer Biese im Mai nicht, geht doch kaum jemand ins Wasser. Haben wir dann geöffnet, müssen wir aber trotzdem den Rettungsschwimmer bezahlen“, erklärte Lenzner.

Noch dazu seien Rettungschwimmer, weil landauf, landab nachgefragt, zuletzt teurer geworden. Der städtische Zuschuss von 12.000 Euro habe 2015 gereicht, als die Betreiber das Bad übernahmen, „seitdem liegen aber mindestens zwei Lohnerhöhungen dazwischen“.Um Kosten zu sparen, sprachen sich Annett und Guido Lenzner deshalb für eine Saisonverkürzung aus, die alternativ dazu vorgeschlagene Erhöhung des städtischen Zuschusses um 3500 Euro nahmen sowohl Ortschaftsrat als auch Nico Schulz umgehend aus dem Spiel. Gleichwohl zeigten die Politiker Verständnis für die finanziellen Sorgenfalten der Betreiber. Weil diese unbedingt in der Ausflugsstätte gehalten werden sollen, „sie kümmern sich toll um das Bad und halten es top in Schuss“, so Michael Handtke, stimmten Räte und Bürgermeister der kürzeren Saison zu.

Klar ist zudem: Die Idee, den Anlaufpunkt an der Biese im Mai und September zur „Badestelle“ umzuwidmen, um ihn in diesen beiden Monaten auch ohne Rettungsschwimmer betreiben zu können, hat sich erledigt. Denn das sei nur möglich, „wenn es dort keine bädertypischen Anlagen gibt“, hat Nico Schulz recherchiert. Schon allein die vorhandenen Treppen in den Fluss oder der abgegrenzte Kinderbereich im Biesebad würden aber genügen, dass die Badeaufsicht (Rettungsschwimmer) bei Öffnung der Osterburger Ausflugsstätte Pflicht sei, machte der Bürgermeister deutlich.