Schmersau l Als die Kameraden an der am Ortsrand gelegenen Miete eintrafen, „stand sie schon voll in Flammen“, berichtete Einheitsgemeinde-Wehrleiter Sven Engel. Entgegen der Windrichtung, etwa zehn Meter von der Strohmiete entfernt, befand sich ein noch nicht abgeerntetes Getreidefeld. „Wir haben umgehend mit dem Schutz dieses Feldes begonnen. Zusätzlich kam ein Landwirt mit einer Scheibenegge zu Hilfe, der den Stoppelacker auf der anderen Seite der Miete sicherte.“

Für die Löscharbeiten bauten die Brandbekämpfer über längere Wegestrecken Schlauchleitungen von zwei Löschteichen im Dorf bis zur Unglücksstelle auf. „Da dieses Wasser aber für ein vollständiges Ablöschen der Strohmiete nicht gereicht hätte, der Wind nur schwach wehte, die Windrichtung günstig war und es beim Auseinanderfahren der Miete zum Ablöschen zu einem nicht unerheblichen Funkenflug gekommen wäre, haben wir uns entschieden, die Ballen kontrolliert abbrennen zu lassen“, erklärte Engel. Die Brandbekämpfer hielten die angrenzenden Flächen feucht. Etwa eineinhalb Stunden nach Einsatzbeginn konnten die ersten Kräfte abgezogen werden, die Brandstelle wurde von Feuerwehrleuten aber bis weit in den Freitag hinein gesichert. Am Einsatz waren 45 Brandbekämpfer aus den Wehren Schmersau, Gladigau, Flessau und Osterburg beteiligt, zur Ursache des Feuers gab es am Freitagvormittag noch keine Angaben. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.