Osterburg/Polkau l Am Sonntag besuchte er den Wahlkampfauftakt der Bürgermeister-Kandidatin Sandra Matzat (AfD), nur wenige Stunden später setzte Lothar Zahn (parteilos) hinter seine eigene Bewerbung den Schlusspunkt. Eindrücke, die er auf dem Bürgerstammtisch des Stendaler AfD-Kreisverbandes gewonnen habe, hätten den Ausschlag für seine Entscheidung gegeben, ließ der Polkauer wissen. „Weil ich eine mögliche Stichwahl mit AfD-Beteiligung verhindern, die diese Partei weiter aufwerten würde, trete ich von meiner Kandidatur zurück“, begründete Zahn seine Entscheidung. Mutmaßungen, dass für den ohne politische Rückendeckung einer Partei agierenden Einzelbewerber die Hürde der für die Kandidatur notwendigen Zahl von Unterstützer-Unterschriften zu hoch gewesen wäre, trat der Polkauer entgegen. „Daran wäre meine Bewerbung nicht gescheitert. Ganz im Gegenteil. Ich hatte die 88 Unterstützer-Unterschriften längst zusammen“, erklärte er.

Der Polkauer zieht seinen Hut aus dem Ring. Und spricht sich nun für die Wiederwahl von Nico Schulz (CDU) aus. Obgleich er mit dem Amtsinhaber in den zurückliegenden Jahren auch über Kreuz lag und sich nicht davor gescheut habe, mit seinen Meinungen und Ansichten beim Bürgermeister anzuecken, halte er Schulz für den geeigneteren Kandidaten, gab Lothar Zahn zu verstehen.

Das ist bedauerlich", äußerte sich Sandra Matzat zu der Entscheidung des Polkauers. Und sie fügte hinzu: „Es wäre von Anfang an besser gewesen, mehrere Parteien oder Wählergemeinschaften hätten einen Kandidaten gestellt. So bleibt der Bevölkerung höchstwahrscheinlich nur die Wahl zwischen zwei Kandidaten."