Goldbeck l „Bisher hat sich noch keiner positioniert“, sagt Gunnar Falk bezogen auf einen Kandidaten für das Bürgermeisteramt in der Gemeinde Goldbeck. „Wir sondieren die Lage“, umreißt er die Aufgabe des Gemeinderates, der froh wäre, wenn sich ein geeigneter Kandidat finden würde. Allerdings ist noch ein wenig Zeit. Am 28. Februar wird gewählt.

Torsten Dobberkau hat zum 30. November aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt erklärt. Der 57-Jährige wurde im September 2017 in seine zweite Amtszeit gewählt. Seit seiner Krankheit übernahm Gunnar Falk das Amt kommissarisch. Das war im Dezember des vergangenen Jahres. Falk betrat Neuland. Laut Verbandsgemeinde-Bürgermeister René Schernikau sei er mit äußerster Sorgfalt das Aufgabenfeld angegangen. „Es war eine spannende Zeit“, sagt Gunnar Falk, der jedoch nicht als Bürgermeister zur Verfügung steht.

Familie wird im Mittelpunkt stehen

Die Familie wird in der kommenden Zeit für den 31-Jährigen noch mehr im Mittelpunkt stehen. Er erwartet mit seiner Frau Nachwuchs. Deswegen hatten Überredungsversuche keinen Erfolg. Bürgermeister in einigen Jahren? „Vielleicht ...“

Bilder

Die vergangenen zwölf Monate, in denen er einige Aufgaben mehr bewältigen musste, hat der Goldbecker keineswegs bereut. „Schön war es zu sehen, dass man ein Stück weit Entscheidungen für die Gemeinde vorantreiben konnte“, sagt er. Falk konnte sich außerdem auf Unterstützung verlassen. „Mit Rat und Tat“ habe ihm die Arneburg-Goldbecker Verwaltung zur Seite gestanden. Zuarbeiten und Absprachen hätten zu jeder Zeit bestens funktioniert. Zudem gibt es auch im Goldbecker Gemeinderat eine konstruktive Zusammenarbeit. Sein Fazit für das vorige Jahr, das nicht zuletzt die pandemische Lage prägte, fällt im Sinne der Gemeinde positiv aus. „Wir haben viel geschafft.“ Unter anderem investierte die Gemeinde in die Modernisierung der Sporthalle. Die Arbeiten sollen im Februar beendet werden.

Dass sich der eine oder andere über die Feiertage zum Ende des Monats Gedanken über eine mögliche Kandidatur macht, hofft Falk. Auch Auswärtige könnten sich bewerben. Der 31-Jährige schätzt indes ein, dass es Einwohner der Gemeinde Goldbeck leichter hätten. „Das Vertrauen ist da. Dafür leben wir in einer Dorfgemeinschaft“, sagt das Mitglied der freiwilligen Feuerwehr. Deshalb räumt er Goldbeckern und Bürgern aus den Ortsteilen Plätz, Möllendorf, Petersmark und Bertkow bessere Chancen bei der Bürgermeisterwahl im Februar ein.

Bisher sei noch keiner im Rennen. „Dabei hatten wir schon einen geeigneten Bewerber gefunden“, betont Falk. Ein ehemaliges Ratsmitglied hatte sich bereit erklärt, für das Ehrenamt zu kandidieren. Allerdings müsse jene Person aus gesundheitlichen Gründen passen. Die Suche des Rates geht weiter.

Wahllokale in Goldbeck und Bertkow

Die Ratsmitglieder schufen während der jüngsten Sitzung die Voraussetzungen für die Wahl: Sie beschlossen unter anderem die Termine. Rund 1200 wahlberechtigte Bürger der Gemeinde Goldbeck sollten sich den Sonntag, 28. Februar, vormerken. Dann soll der neue Bürgermeister für die Amtszeit von sieben Jahren gewählt werden. Eine eventuelle Stichwahl wäre zwei Wochen später. Das Ende der Einreichungsfrist der Wahlvorschläge wurde auf Dienstag, 2. Februar, festgelegt. Die Wahllokale stehen ebenfalls fest: In Goldbeck steht die neue und barrierefreie Grundschule (Friedrich-Ebert-Straße) als Ort fest, zusätzlich machen die Bürger aus Bertkow und Plätz wie gewohnt im Bertkower Schloss ihr Kreuz auf dem Zettel.