Arneburg l Die Stadt möchte die Situation auf dem Arneburger Burgberg entschärfen. Die aktuelle Beschilderung sei aus Sicht der Polizei und des Ordnungsamtes „nicht in Ordnung“, betonte Arneburgs Bürgermeister Lothar Riedinger während der Sitzung des Stadtrates am Dienstagabend im Sitzungssaal.

Das Schreiben der Ordnungshüter nimmt die Kommune zum Anlass, um über Lösungsmöglichkeiten zu beraten. Deshalb kam für das Stadtoberhaupt ein Beschluss an diesem Abend nicht in Frage, was auch die anwesenden Kommunalpolitiker nachvollziehen konnten. Riedinger machte den Vorschlag, das Thema ausgiebig in den Ausschüssen zu behandeln und zu beraten. Das Ziel: „Bis November sollten wir eine Lösung haben.“ Die könnte dann im nächsten Jahr umgesetzt werden. Fakt ist: Die Stadt möchte nicht, dass sämtliche Kunden der auf dem Burgberg gelegenen Gaststätte mit dem Fahrzeug „vorfahren“ und quasi vor der Tür der Lokalität parken. Es existiert zwar ein entsprechendes Durchfahrt-verboten-Schild, aber mit dem Zusatz Betriebs- und Versorgungsdienst frei. Viele der Gäste der Gaststätte betrachten sich in diesem Fall als jene und ignorieren das Schild, was auch zu einem „wilden Parken“ vor Ort führt.

Für die Besucher der Gaststätte stehen etwas unterhalb des Burgbergs genügend Parkplätze zur Verfügung. Der kleine Fußweg nach oben würde für die meisten kein Problem darstellen. Der Gastronom wies indes auf die demografische Entwicklung mit der Zunahme der älter werdenden Bevölkerung hin. Für diese erhofft er sich von der Stadt eine komfortablere Lösung, was auch die Stadträte nach einer Diskussion während der Sitzung am Dienstag einsehen. Für Senioren oder mobilitätseingeschränkte Personen müsste eine Fahrt, ein Vorfahren, zur Gaststätte möglich sein.

Die Polizei und das Ordnungsamt machten den Vorschlag, zwei Parkplätze für Behinderte und zwei zusätzliche auf dem Burgberg vorzuhalten. Ob die Stadträte das ähnlich betrachten, werden die Diskussionen in den Ausschüssen zeigen. Der Bürgermeister erachtet eine Wendemöglichkeit auf dem Burgberg ebenfalls für sinnvoll: So könnten die Fahrer, die beispielsweise Senioren, die schlecht zu Fuß sind, zur Gaststätte bringen, im idealen Fall wenden und das Fahrzeug wieder Richtung ausgewiesenen Parkplatz steuern.

In der Diskussionsrunde war auch die Rede von möglichen versenkbaren Pollern, über die der Stadtrat schon in der Vergangenheit beriet, sich aber nicht zu einem Einbau entschloss. Ein weiteres Problem möchte die Kommune in den Griff bekommen. Viele würden einfach zu schnell die Straße zum Burgberg befahren. Man dürfe 50 km/h fahren. „Das ist für mich unhaltbar“, betont Lothar Riedinger. Eine Möglichkeit, das Tempolimit in diesem Bereich einzuschränken, was auch die Bewohner auf dem Burgberg fordern, ist, die bereits vorhandene Spielstraße zu verlängern. Einstimmig beschlossen die Arneburger Stadträte, die Problematik in die Ausschüsse zu verweisen. „Hier sollten wir nach den Diskussionen eine klare Linie finden“, hofft der Bürgermeister, der dann mit allen Beteiligten eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung finden möchte.