Königsmark l Die Zügel hatten wie immer der Kultur- und Sportverein der Altgemeinde Königsmark (KSAK) und der Ortschaftsrat in der Hand. Aber auch viele Helfer stürzten sich in die Vorbereitungen, um zum Gelingen des Festes beizutragen. Die Finanzspritze kam wiederum von zahlreichen Sponsoren, die sich Königsmark verbunden fühlen und sich ein großes Dankeschön verdienten.

Beim Festumzug Sonnabendmittag (8. September) schritten der Ortsbürgermeister Enrico Günther, Stadtratsmitglied Rainer Moser, der Vorsitzende des KSAK, Andreas Schulz, der Bürgermeister der Einheitsgemeinde Osterburg, Nico Schulz, die Bürgermeisterin Christine Klooß und Kreisbrandmeister Ringhard Friedrich voran. Nico Schulz erinnerte daran, dass Rainer Moser nicht locker gelassen hatte, im Stadtrat seine Stimme für eine Fahne zu erheben und ging auch in die Historie der Fahne zurück - hatte das bestickte Tuch doch bei den Römern militärische Verwendung gefunden. Stets galt es als Orientierungspunkt und bestimmte die Einheit, derer Soldaten sich zugehörig fühlten. Diese Zugehörigkeit, so Schulz in seiner Ansprache, möchten auch die Königsmarker ausdrücken. „Wer von Königsmark wegzieht, begeht also Fahnenflucht“, bemerkte er schmunzelnd, „ich freue mich, dass Königsmark der demografischen Entwicklung damit entgegenwirken will.“ Nun hat der Ort neben Düsedau, Erxleben, Osterburg, Walsleben, Gladigau und Krevese ebenfalls eine Fahne.

Stelzenlauf und Kradfahren

Zur traditionellen Weihe war extra Carsten Weichmann von der befreundeten Feuerwehr Treuenbrietzen (Brandenburg) - als einziger! - angereist, alle anderen ließen sich wegen der einwöchigen Waldbrandbekämpfung entschuldigen. Nachdem Rainer Moser die Namen der Ortsteile an der Königsmarker Fahne befestigt hatte, vollzog Fred Stoller das Kreuz-Zeremoniell, während Weichmann sprach: „Eine Fahne, die ist heilig, darum wird sie auch geweiht, drum haltet sie in Ehren euer Lebenszeit.“

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Musikalisch umrahmte Sebastian Socha aus Stendal mit seiner Trompete die Fahnenweihe. 43 Spender hatten das Schmuckstück ermöglicht. Viele von ihnen mischten sich unter die Gäste. Kaum war der offizielle Akt vorbei, verteilten sich die Zuhörer auf dem Platz. Auf dem Festgelände gab es Helmut Sasses „Federleichten Wein“. Brombeere, Granatapfel, Schlehe und so weiter. Nicole Hammermeister lockte mit Eierlikör und Bowle. Räucherfisch, frische Pizza aus dem Ofen, selbstgebackener Kuchen - der Gaumenfreuden hatten die Gastgeber einiges zu bieten, aber auch Spiele sorgten für einen schönen Zeitvertreib. Während die Fußballkicker dem Ball nachjagten, schnappten sich Finja Strutz und Klara Schultze Stelzen, die Jungs stürmten zum Kradfahren. Bei Nele Bahlecke durfte verkostet und geraten werden, nach einem alten Kinderspiel, bei ihrem Vater Hilmar wurden Würfelaugen gezählt. Familie Krause kutschte Kinder mit dem Pferdewagen umher. Zum Wildbretschießen lud die Jägerschaft Wolterslage ein...

Flotte Maschen

„Die Socken hat meine Schwiegermutter fleißig gestrickt. Das möchte ich auch noch lobend erwähnen“, erzählte Petra Igludan, die am Stand der „Flotten Maschen“ Handarbeiten feilbot. Und natürlich griff Heiko Fischer von der Feuerwehr Erxleben zum Mikrofon.