Osterburg l Der Sportlerball von „Eintracht“ Osterburg hat sich mittlerweile zu einem gesellschaftlichen Großereignis gemausert. Zum 8. Mal ging die Veranstaltung am Sonnabend, 13. April 2019, in der Lindensporthalle über die Bühne. Und zum 8. Mal klinkte sich die Stadt mit ihrer traditionellen Sportlerehrung ein. Gut 300 Gäste waren der Einladung zum Sportlerball 2019 gefolgt. Eintracht-Chef Jörg Gerber begrüßte die meisten Gäste persönlich am Einlass, um den Weg zu den reservierten Plätzen zu weisen. Schließlich ist der Sportlerball so etwas wie „sein Kind“. Die Besucherschar war mit Volley-, Fuß- und Handballern, Reitern, Gymnastikgruppen, Kraftsportlern, Tischtennisspielern, Keglern, Reitern, Feuerwehrsportlern und anderen Aktiven gewohnt bunt gemischt. Wobei er auch Gäste willkommen hieß, die sich einfach nur einen schönen Abend machen wollten.

Dass die Besucher nichts anderes erwarten, machten vor allem Stammgäste deutlich, die sich am Eingang und später am Ausgang für den Abend mit kalt-warmen Büfett, Unterhaltungsmusik durch die Express-Party-Band und die artistische Einlage des Trapez- sowie Leiterakrobaten Jean Ferry bedankten und sicher auch schon für Sonnabend, 21. März 2020, gebucht hätten, wenn der Vereinsvorsitzende schon über gedruckte Karten verfügen würde.

Die Laudatio für die Sportler des Jahres 2018 übernahm Stadtratsvorsitzender Ringhard Friedrich mit der Vorsitzenden des Sozialausschusses Ute Pahl in Vertretung von Einheitsgemeindebürgermeister Nico Schulz, der aus privatem Anlass verhindert war.

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Bei den Sportlerinnen fiel die Wahl auf Leistungsschwimmerin Isabel Gose, die inzwischen ihren Hauptwohnsitz bei den Eltern in Osterburg hat, aber verhindert war, weil sie in Sachen Sport unterwegs ist. Auf der Habenseite kann die 17-jährige Freistilspezialistin, die im Bundesleistungszentrum Heidelberg trainiert, zahlreiche Medaillen von internationalen Junioren-Wettbewerben bis zur Europameisterschaft vorweisen und wurde aufgrund ihrer Leistungen inzwischen ins Olympiateam für Tokio 2020 berufen. Bei den Einzelherren musste Friedrich auch ohne den Geehrten auskommen, weil Werner Bertleff gerade an der Wiederherstellung seiner Gesundheit arbeitet. Bertleff ist im Vorstand des Kegel-Sport-Clubs (KSC) Osterburg aktiv, hat sich besonders um die technischen Belange der Bundeskegelbahn verdient gemacht und jüngst die Männermannschaft von der Landesklasse in die Kreisliga geführt. Dass Brandschutz auch etwas mit Körperertüchtigung zu tun hat, bewiesen die Mitglieder der Feuerwehrsportgruppe Polkau, die Dauersieger bei den Stadtmeisterschaften sind, übers Jahr aber bei Wettkämpfen in ganz Deutschland gute Platzierungen sammeln. In dem Metier war der Laudator besonders sattelfest. Ringhard Friedrich ist bekanntlich Stendaler Kreisbrandmeister.

Den letzten Blumenstrauß brachte der Stadtratsvorsitzende auf Anregung von Jörg Gerber der Calberwischerin Kim Selert an den Platz. Die junge Dame ist aktives Mitglied im KSC Osterburg und wurde mit der Mannschaft des Kreis-Kegler-Verbandes (KKV) Stendal 2018 in der Klasse U 14 Deutsche Meisterin. Neben Blumen und Gratulation gab es einen Extra-Applaus vom Publikum in der Lindensporthalle.