Seehausen l Die Verbandsgemeinde Seehausen führte auch in diesem Jahr einen hartnäckigen Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner. Das Absaugen der Raupennester an den Bäumen auf dem Territorium der Seehäuser VG ist beendet. Die Statistik belegt, dass wieder viele Stunden und Geld investiert worden sind, um den Eichenprozessionsspinner einzudämmen.

Rund 1700 Einzelbäume wurden vom Boden aus mit dem Biozid besprüht. Und aus der Luft waren es rund 130 Hektar. Die Ausgaben schlagen bisher mit rund 60 000 Euro zu Buche. Allerdings weist Verbandsgemeinde-Bürgermeister Rüdiger Kloth darauf hin, dass eine größere Rechnung noch nicht vorliegt. Insofern kalkuliert die Kommune mit Kosten in einer Größenordnung von knapp 100 000 Euro.

Auch wenn der Kommune vom Land finanziell unter die Arme gegriffen wurde, so musste Seehausen doch den Großteil der Maßnahmen in den Vorjahren aus der eigenen Tasche bezahlen. Seit 2006 gibt es erste Bemühungen, die sich mit den Jahren intensiviert haben, den Schädling zu bekämpfen. Kloth schätzt die Kosten „locker auf 600 000 Euro“. Und nicht nur er hofft, dass das Land auch für das kommende Jahr die notwendig gewordenen Maßnahmen finanziell unterstützt.

Der Verbandsgemeinde-Bürgermeister zieht ein durchschnittliches Fazit der diesjährigen Aktionen, die im Frühjahr mit Besprühungen aus der Luft und vom Boden aus starteten und sich im Juli mit dem Absaugen fortsetzten. Nach den ersten Beobachtungen hatten die Verantwortlichen große Hoffnungen, die sich nach dem zweiten Blick nicht bestätigt hätten. Trotzdem sehen Kloth und die Mitarbeiter des Ordnungsamtes das Ergebnis besser als im Vorjahr an. „Wir waren durchaus betroffen, aber längst nicht in den Dimensionen wie 2018“, so Rüdiger Kloth zu den massiven Auswirkungen ein Jahr zuvor. Begünstigt durch die Trockenheit fiel die Raupenplage im Vorjahr besonders schlimm aus und gipfelte in der verzweifelten Selbstanzeige wegen Körperverletzung im Amt von Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth.

Für den Verwaltungschef im Seehäuser Rathaus steht ein Erfolg in Abhängigkeit mit einer flächendeckenden Bekämpfung. Nur wenn alle befallenen Eichen bekämpft werden und somit keine Chance auf eine Ausbreitung besteht, sind die Chancen auf eine radikale Eindämmung gegeben. Deshalb ist er auch verärgert über den Fakt, dass die Eichengruppen an der Bundesstraße bei Geestgottberg vom Straßenbaulastträger nicht bekämpft worden und sie als Ansteckungsherd in Frage gekommen sind. Weiterhin kommt Rüdiger Kloth, der sich mit mehreren Fachleuten in dieser Thematik austauschte, zum Ergebnis, dass ein besseres, ein wirksameres Mittel für das Besprühen der Eichen künftig notwendig sein wird.