29 Beteiligte

Ein Laden voller regionaler Schätze

Zum nunmehr vierten Mal füllt sich ihre frühere Seehäuser "Schatztruhe“ wieder mit regionalen Produkten.

Von Astrid Mathis

Seehausen l Christina Kloss und Gerda Schwander zählen: Nur fünf Kunden dürfen den Raum betreten. Sonst ist alles beim Alten. Die beiden Hauptorganisatorinnen sind sich einig: Wir setzen die Corona-Bedingungen um und können so bis kurz vor Weihnachten eine Tradition fortsetzen, die bei den Altmärkern angekommen ist. Und nicht nur bei denen.

Tobias Ortel aus Hamburg stürmte am Sonnabend geradezu den Laden. Längst hat er die Altmark auf seinen Radtouren durch Deutschland und ganz Europa lieben gelernt und sich den Eröffnungstermin in den Kalender eingetragen. „Manchmal stelle ich mein Zelt mitten auf der Wiese auf und fotografiere dann, aber so wie auf dem Bild von Christina Kloss konnte ich die Kraniche von hier nie einfangen.“ Gesagt, gekauft. Die Freundin aus Drüsedau freut‘s auch.

„Ich bewundere gerade die Plastiken von Anne Rose Bekker“, schwärmt Sigrid Haut. Wie Christina Kloss ist sie in Wanzer zu Hause „und durch die Kleine Galerie und Ausstellungen auf dem Klosterschulplatz schon zu DDR-Zeiten den meisten hier ein Begriff.“ Haut ist wichtig, dass nichts verloren geht, was die Region so besonders macht. „Hier sind so schöne geschmackvolle Sachen - nicht nur zum Verschenken, auch zum Selbst-Freude-Empfinden. Eines Tages fällt der Deckel zu, sage ich immer.“

Kathleen und Sven Marquardt aus Krüden konnten kaum erwarten, dass der Laden wieder öffnet, sie lieben Naturprodukte aus der Altmark. Im Geschäft finden sich Produkte von 29 Beteiligten, darunter Arbeiten aus Beuster, Groß Garz, Papiersterne und Kaffee vom Teemann aus Krüden, Gerda Schwanders selbstgenähte Schürzen, Lichtobjekte aus Losenrade und Socken von einer Pflanzenfärberin aus Magdeburg. Die frühere „Schatztruhe“ ist bis zum 19. Dezember geöffnet.