Seehausen l Schulleiter Reinhard Rieger kennt das schon. „Kommt erst mal zur Schule, dann beginnt der Ernst des Lebens“, hören Kindergartenkinder öfter mal. Kein Grund, Angst zu haben, beruhigte er die Erstklässler. So viel hatten sie bisher gelernt und dabei Bestärkung von den Eltern erfahren. Jetzt in einer größeren Gruppe zurechtzukommen und Misserfolge wegzustecken, gehöre einfach zum Leben dazu. Auch für die Eltern fängt mit der Einschulung ein neuer Tagesrhythmus an. Trödeln geht da nicht mehr. Wie gut, dass vieles spielerisch vermittelt werde! „Ihr schafft das!“ ermutigte Rieger die Neuzugänge.

„Nicht alles so ernst nehmen!“ und „Mach‘ nicht so ein ernstes Gesicht!“ hieß es kurz darauf beim Spiel der Theatergruppe. Die kleine Annette hatte auch schon vom Ernst des Lebens gehört, doch an ihrem Geburtstag glatt vergessen, was da mit 6 auf sie zukommen sollte. In der Schule lernte sie dann aber ganz viel Neues und traf einen Jungen, der seine Süßigkeiten mit ihr teilte und sie abschreiben ließ. Sein Name? Na, Ernst! Logisch! So schlimm war der Ernst des Lebens also doch nicht.

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