Gladigau l Die stabile Holzkonstruktion, die laienhaft gesagt etwas wie ein überdimensionierter Carport anmutet, ist ein wichtiger Baustein bei der Ausbildung und beim Training der Tiere. Denn die Arbeit mit dem Pferd ist jetzt zwar nicht unbedingt bei jedem Wind und Wetter wie in einer Halle, aber zumindest unabhängig von Niederschlägen möglich. Wobei die Überdachung zum einen dafür steht, dass Ross und Longenführer trocken bleiben, wenn es regnet oder schneit. Zum anderen geht der Zirkel samt Einzäunung unter der 18 mal 18 Meter großen Überdachung nicht unter, falls doch noch einmal ergiebig Wasser vom Himmel fallen sollte.

Das Zirkeln an der Longe, so Vereinsvorsitzende Karin Heidkötter, sei auch bei der Westernreiterei ein wichtiger Teil der Arbeit. Junge Pferde werden so an den Menschen und an Kommandos gewöhnt, ältere Tiere können wahlweise aufgewärmt, aber auch aufgelockert werden.

Den Wunsch nach einem überdachten Longierplatz haben die reichlich 20 Mitglieder schon länger. Alleine wären sie mit dem Projekt indes finanziell überfordert gewesen. Am Ende hat es über das Leader-Programm geklappt, in dessen Rahmen vor drei Jahren ein Antrag formuliert worden war, der es vor zwei Jahren bei der lokalen Aktionsgruppe Altmark dann auf einen aussichtsreichen Platz in der Prioritätenliste schaffte. 2018 gab es den positiven Bescheid. Dieser Tage floss das Geld. Die Finanzierungslücke überbrückte der Verein mit einem Kredit der Sparkasse, bei der sich der „Pegasus“-Vorstand ausdrücklich für die Unterstützung bedankt.

Kosten

Rund 36.000 Euro kostete die Überdachung. Was vor allem möglich war, weil die organisierten Westernreiter viel Eigenleistung erbrachten. Drei Viertel der Summe wurden mit EU-Geldern gestemmt.

Die Westernreiter freuen sich übrigens immer über Verstärkung. Auch wenn diese Art der entspannten Freizeitreiterei klassischerweise auf Quarter Horse betrieben wird, ist der Verein für alle Rassen offen. Die Mitgliedschaft ist sogar ohne Pferd möglich.

Wer Kontakt mit dem Verein aufnehmen will, kann sich bei Heidkötters auf der „Four Side Ranch“ melden oder sonntags ab 16 Uhr mal beim wöchentlichen Training vorbeischauen.