Einwinkel l Die während einer Feuerwehr-Versammlung zu abendlicher Stunde bei einem Bierchen geborene Idee konnten die Einwinkler Brandbekämpfer zur Freude der Einwohner realisieren. Das Höhe-Dorf kann nun bei diversen Festivitäten auf einen Holzbackofen zurückgreifen. Bei der Einweihung am Sonnabend nahm Wehrleiter René Wedekind zahlreiche Glückwünsche, unter anderem von Bernd Prange, Bürgermeister der Altmärkischen Höhe, und Seehausens Verbandsgemeinde-Bürgermeister Rüdiger Kloth entgegen.

Dank finanzieller Unterstützung des Windpark Gagel und durch ehrenamtliches Engagement einiger Einwinkler Bürger entstand in den vergangenen Monaten ein kleines Schmuckstück in direkter Nachbarschaft zum Dorfgemeinschaftshaus. Renè Wedekind bedankte sich im Namen des erst in diesem Jahr gegründeten Fördervereins der Feuerwehr bei den Sponsoren, beim Gemeinderat und den fleißigen Helfern, dass das Haus samt Backofen kein Traum blieb. Rüdiger Kloth ist sich sicher, dass dieses das Dorfleben bereichern wird. Bernd Prange zeigte sich ebenfalls vom Einsatz der Einwinkler begeistert und brachte ein Präsent von Hartwig Bretschneider aus Rathsleben mit, der bereits das Innenleben des Ofens sponserte und nun ein Brotschieber übergeben ließ.

Im Frühjahr begannen die Arbeiten. Im Vorfekd klopften die Verantwortlichen ab, wie die Finanzierung auf die Beine gestellt werden kann. Der Gemeinderat unterstützte das Vorhaben des Einwinkler Fördervereins und stimmte einer 5000-Euro-Spende des Windparks zu, der bekanntlich der Altmärkischen Höhe jährlich eine hohe fünfstellige Summe zukommen lässt, von der Kitas, Vereine und gemeinnützige Projekte profitieren. Als Standort kam auch der Park infrage, letztendlich favorisierte der Förderverein indes das Gelände am Gemeindehaus, das regelmäßig durch die Senioren und die Feuerwehr genutzt wird.

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Täglich harte Arbeit

Maurer-, Tischler- und Zimmererarbeiten mussten durchgeführt werden. Auf zwei Leute war immer Verlass: Auf Hartmut Wagner und Wolfgang Nitsche. Die beiden Senioren werkelten fast täglich. „Immer Stück für Stück“, so Wagner. Beide verdienten sich von Renè Wedekind ein extra Lob. Der Wehrchef erwähnte auch Helga und Enrico Fredrich, die ebenfalls viele Stunden für die Realisierung des Vorhabens investierten. Wie auch Renè Wedekind selbst.

Für das Fest legten sich die Frauen des Fördervereins mächtig ins Zeug. Zehn große Bleche mit Hefekuchen, fünf Bleche mit anderen leckeren Kuchen und acht Torten standen zur Auswahl. Natürlich auch frisches Brot (die Laibe lieferte Bäcker Schulz aus Gladigau), später Pizza. Die „Bäcker“ Enrico Fredrich und Ulrich Wallisch waren seit 9 Uhr in Gange.

Anette Wagner sorgte für die liebevolle Dekoration. Für die Besucher standen Festzelt und Pavillion zur Verfügung – und an Gästen mangelte es bereits zur Eröffnung am Nachmittag nicht. Die Arneburger Blasmusikanten unterhielten zur Kaffeezeit und die Pritzwalker Band „Sweet Harmony“ am Abend zur Disco die Festbesucher.

Im 120-Einwohner-Ort sind alle stolz auf das Backhaus. „Es könnte einen regelmäßigen Backtag, vielleicht alle zwei Monate geben“, wurden bereits erste Ideen geboren. Und bei Festen, beispielsweise zum Oktoberfest, wird der Holzbackofen sowieso seinen Dienst leisten.