Hindenburg l Von einer Tradition soll noch nicht gleich gesprochen werden, aber vom festen Willen, dass es eine werden könnte, schon. Der Bereich Nord der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck hat sich am Sonntag erneut zum Familienfest zusammengefunden. Dieses Mal waren die Hindenburger Feuerwehrleute die Gastgeber, gute Gastgeber. Weder mussten die Gäste dank eines großen Zeltes unter der Sonne leiden, noch gab es in Bezug auf Essen oder Trinken Grund, sich zu beklagen. Und für die Kinder dank Mini-Pool und Büchsenschießen mit dem Wasserschlauch auch soviel Abkühlung wie gewünscht, wobei die Hüpfburg, ausgeliehen vom Kreisfeuerwehrverband, den Nachwuchs einmal mehr magisch anzog. Und wenn es bei der Dämse nur darum ging, darauf nebeneinanderliegend ein bisschen gemeinsam abzuhängen.

170 Leute hatten sich angemeldet, rund 130 wurden es. „Alles okay“, sagte Stefan Lange als Bereichsleiter Nord auch angesichts der Hitze und stolz darauf, dass im Bereich die Gemeinschaft wächst. Die Veranstaltung war Langes Idee, ist doch die Feuerwehr wegen des Zeitaufwands immer auch Familienangelegenheit, selbst wenn nur einer Mitglied ist. Zwischendrin mit so einem Fest Danke zu sagen, sich auszutauschen, könne da nur förderlich sein. Auch wenn hinter der Sause natürlich viel Arbeit steckt, aber es geht ja reihum: Nach Werben 2017 und Hindenburg 2018 richtet im nächsten Jahr die Idener Wehr das Familienfest aus. Dort ist Lange dann auch als stellvertretener Ortswehrleiter gefragt.

Zum Bereich Nord gehören über die genannten hinaus noch die Kameraden aus Behrendorf, Giesenslage, Rohrbeck und Sandauerholz, eigentlich auch Berge, aber die Feuerwehr existiert ja nicht mehr alleine.

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Und was sagten die Gäste? Beate Lange aus Iden zum Beispiel, dass sie ganz selbstverständlich zum Familienfest kam. „Man sieht mal die Leute aus den anderen Ortschaften, man weiß ja manchmal gar nicht, wer wo hingehört.“ In dieser Frage wurde am Sonntag einige Aufklärungsarbeit geleistet. Irgendwie lief jeder jedem über den Weg. Ob beim Essen holen, beim Schnack am Stehtisch oder auf dem Weg zu den Kinderbelustigungen. Dort stand Manni Klaus aus Behrendorf an der Schokokuss-Wurfmaschine und wurde nicht müde, die Kinder darin anzuleiten. Zwischendurch die Klänge der Werbener Feuerwehrblaskapelle, die dem Fest einen wohligen Rahmen verpassten. Zu erzählen gab es viel, allein vom Verbandsgemeindeausscheid am Freitagabend. Mit Behrendorf ging der Sieg ja irgendwie auch an den Bereich Nord.