Hassel l Die Gemeinde Hassel möchte einen Feldweg nahe Chausseehaus bis nach Hassel auf Vordermann bringen. „In erster Linie für die landwirtschaftliche Nutzung“, betont Bürgermeister Alf Diedrich. Aber die Gemeinde denkt auch an die Radfahrer, die zum Waldbad Wischer gelangen wollen. Und das möglichst nicht auf der Straße. Denn die Chancen, parallel zur Kreisstraße von der Kreuzung Chauseehaus bis nach Hassel einen Weg für die radelnde Bevölkerung zu schaffen, sind für den Bürgermeister nicht sehr groß.

Schon zu lange wurde diskutiert, ob der Landkreis als Straßenbaulastträger finanziell in der Lage sei, einen Radweg zu bauen. Für den 1,6 Kilometer langen Abschnitt von Hassel bis zur Landesstraße 16 (Chausseehaus) würde sich die Gemeinde dies wünschen. Bis jetzt ist nichts passiert. Deshalb arbeitete der Gemeinderat an einer Alternative, deren Verhandlungen sich zunächst jedoch auch schwierig gestalteten. Denn beim nun auserkorenen Feldweg nahe der Bahnstrecke gilt es Flächen zu erwerben, die Eigentum der Deutschen Bahn (DB) sind. Alf Diedrich konnte jedoch auf die Hilfe von CDU-Landtagsmitglied Chris Schulenburg bauen, der sich in Magdeburg für das Vorhaben einsetzte. Und so beschloss der Gemeinderat Hassel während seiner jüngsten Sitzung, die Flächen von der DB zu erwerben. Ein erster Schritt, die Maßnahme (Betonspurbahnen) im Zuge des Flurneuordnungsverfahrens zu realisieren. Zusammen mit dem Amt für Landwirtschaft, Forsten und Flurneuordnung (ALFF) soll dies angestrebt werden. Die Radler, die in Richtung Hassel und weiter zum Waldbad nach Wischer wollen, wird’s freuen.

Apropos Flurneuordnungsverfahren: Die Gemeinde Hassel hat weitere Wege im Blick, die sich künftig besser befahren lassen sollen. Deren Baustart soll in der kommenden Woche vonstatten gehen.