Dequede l Die Einsatzbereitschaft tagsüber ist auch bei 33 Mitgliedern das größte Problem, mit dem die Dequeder Feuerwehr zu kämpfen hat. Deshalb werde man die Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren intensivieren müssen, resümierte Franz Paelke am Freitagabend im Dorfgemeinschaftshaus bei seinem ersten Rechenschaftsbericht als Wehrleiter. Und schwenkte den Fokus dabei nicht nur auf Krevese und Polkern, sondern über die Einheitsgemeindegrenze hinaus auch in Richtung Drüsedau und Losse. Mit den beiden Wehren, die zur Verbandsgemeinde Seehausen gehören, wollen sie in diesem Jahr zum Beispiel eine neue Nachwuchsabteilung ins Leben rufen.

Wenn das Personal knapp ist, soll es wenigstens gut geschult sein, wurde bei der Rückschau auf das Ausbildungsjahr deutlich. Das Wettkampfgeschehen 2017 verlief dagegen nicht immer so, wie sich das die Mitglieder der Feuerwehrsportgruppe gewünscht hatten, wobei sie immerhin die Qualifikation für die Landesmeisterschaften und ordentliche Zeiten sowie Platzierungen bei freien Feuerwehrausscheiden in halb Deutschland erreicht hatten. „Die anderen schlafen auch nicht“, so Paelke, der in dem Zusammenhang besonders der „Entwicklungsabteilung“ für leistungsstarke Tragkraftspritzen dankte. Eine Geste, in die er aber alle Feuerwehrleute und die Partner für deren Engagement und Verständnis mit einbezog.

Eine große Herausforderung haben die Kameradinnen und Kameraden für dieses Jahr vor Augen. Sie sind am 26. Mai wieder Gastgeber der Osterburger Stadtmeisterschaften, die am Tag der Feuerwehren in Sachsen Anhalt ein besonderes Gewicht bekommen sollen.

Obwohl die Kommune den örtlichen Förderverein bei der jüngsten Vergabe von Zuschüssen nicht bedacht hat, ist die Unterstützung der Blauröcke im laufenden Jahr gesichert. Zusätzlich gab es am Freitag für die ehrgeizigen Brandbekämpfer eine Spende über 460 Euro. Das Geld, über das die Wettkampfgruppe frei verfügen darf, stammt von einer privat initiierten Fotoaktion, die in Dequede und Röthenberg auf große Resonanz gestoßen war.

Nach den Ehrungen ging es zum gemütlichen Teil über. Der Förderverein sorgte dafür, dass es Feuerwehrmitgliedern und Gästen an nichts fehlte.