Krüden l Dass 2019 wieder ein Stück Normalität bei den Blauröcken einkehrte, war angesichts der weiter anhaltenden und sich eher verschärfenden Trockenheit nicht unbedingt zu erwarten. Deshalb zeigte sich Wehrleiter Lutz Mewes auch froh, dass die Einsatzkräfte nicht noch einmal so extrem gefordert wurden. Nach 23 Alarmierungen (davon 20 Brände) 2018 mussten die Kameradinnen und Kameraden 2019 insgesamt elfmal ausrücken. Immerhin noch achtmal zu Löscheinsätzen, die vom Flächen- und Mähdrescherbrand bis zum Feuer durch Blitzeinschlag in eine Scheune reichten. Mit Kossebau war dieses Mal nur ein Waldbrand dabei. In der Bilanz stehen dazu der Einsatz in Folge eines Unfalls, die Beseitigung eines Sturmschadens und die Absicherung des Tulpensonntagsumzuges in Seehausen.

Um einsatzbereit zu sein, stecken die Blauröcke von Krüden und Vielbaum wieder viel Engagement in die Ausbildung. Sei es bei einem der monatlichen Dienstabende oder im Rahmen von Lehrgängen zur technischen Hilfeleistung, zur Ausbildung an Funkgeräten und Kettensägen oder zum Führen eines Einsatztrupps. Außerdem nahmen die Feuerwehrleute am Verbandsgemeindeausscheid in Beuster (Rang acht) und an einer Übung des Ausrückebereiches Aland teil, bei dem neben der Brandbekämpfung auch die Personenrettung trainiert wurde.

Dabei vergaßen die Brandbekämpfer nicht, sich um die 23 Brunnen ihres Einzugsbereiches zu kümmern. Der Überprüfung der Leistungsfähigkeit dieser Löschwasserentnahmestellen komme nach zwei Dürresommern eine besondere Bedeutung zu, betonte Lutz Mewes in seinem Rechenschaftsbericht. Wobei sich der Wehrleiter für die Einsatzbereitschaft seiner Frauen und Männer bedankte, aber auch die gute Zusammenarbeit mit den benachbarten Feuerwehren und die Unterstützung anderer Institutionen lobte.

Ehrenamt

Die Erfüllung der kommunalen Pflichtaufgabe Brandschutz wäre ohne ehrenamtliches Engagement nicht darstellbar. Eine Tatsache, die auch Verbandsgemeindewehrleiter Michael Märten und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Seehausen, Rüdiger Kloth, als Gäste der Jahreshauptversammlung anerkannten. Und denen auch klar ist, dass die Feuerwehr Krüden-Vielbaum neben den üblichen technisch-materiellen Ersatz-investitionen auf ein neues Hilfe-Leistungs-Fahrzeug (HLF 20) setzt.

Vor allem, wenn die Autobahnverlängerung durch die Altmark gebaut ist, werden die Anforderungen an die Feuerwehr Krüden-Vielbaum steigen. Dass die besten Jahre des alten Einsatzfahrzeuges gezählt sind, demonstrierte der Rechenschaftsbericht mit einer Liste an Reparaturmaßnahmen ebenfalls.

Vor dem gemütlichen Teil gab es noch Ehrungen. Annegret Schwarz und Ria Jörke sind demnach seit 20 Jahren aktiv in der Feuerwehr. Hans Gerhard Schöneich ist mittlerweile 50 Jahre bei den Blauröcken. Außerdem wurden Vincent Schaarschmidt, Kevin Dehr, Julian Jörke und Tim Fred Buschan zu Hauptfeuerwehrmännern befördert.