Hohenberg-Krusemark l Mehr Jugend in die Feuerwehr! Das kann gelingen, die Kameraden aus Hohenberg-Krusemark sind selbst Beweis. 2006 gründeten sie unter Leitung von Jugendwart Thomas Schwarzlose eine Jugendfeuerwehr, die zu Spitzenzeiten 27 Teilnehmer zählte. Mehr als eine Hand voll aus der Anfangstruppe ist heute Teil der aktiven Feuerwehr, „darunter Gruppenführer, Zugführer, Truppführer, Atemschutzgeräteträger“, zählte Schwarzlose am Freitag am Rande des Feuerwehr-Verbandsgemeindeausscheids in Hohenberg-Krusemark auf. Gerade hatte die Jagdgenossenschaft Ellingen offiziell 1000 Euro an Krusemarks Feuerwehrjugend übergeben.

Ein schöner Tag also für die Gastgeber des Wettbewerbs, von denen die Jugend mit 55,14 Sekunden auf Platz 2 lief und die Männer mit 41,48 Sekunden einen guten vierten Platz belegten. Als Sieger aus dem Löschangriff nass, der einzigen Disziplin am Freitagabend, ging bei den Männern einmal mehr Behrendorfs schnelle Truppe alias Wassersport AG oder Behrendorf II hervor. Mit 30,64 Sekunden zwar langsamer als beim Ausscheid 2017 in Hassel (27,32), aber vorn ist vorn. Und die Jugend aus den eigenen Reihen rückt bereits nach, sicherte doch auch sie sich auf Krusemarks Rasen den ersten Platz. „Da können sich die Männer fast eine Scheibe abschneiden“, sagte schmunzelnd Verbandsgemeindebürgermeister René Schernikau mit Verweis auf die guten 41,89 Sekunden, die Behrendorfs Jugend vorlegte.

Es ist jüngst der zweite Verbandsgemeindeausscheid in Arneburg-Goldbeck, der auf einem Freitagabend stattfand. Und das kam gut an. Gerade weil es auch etliche Pendler unter den Beteiligten gibt. „Für die wäre mit dem Ausscheid am Sonnabend gleich der ganze Sonnabend weg. So können sie vielleicht am Freitag etwas früher Schluss machen“, sagte Schernikau. Und: „Wir müssen es irgendwie hinbekommen, dass der Ausscheid wieder attraktiver wird.“ 14 beteiligte Mannschaften (Männer inklusive Jugend) von 26 Feuerwehren – das geht besser. Die Arneburger fehlten etwa auf dem Platz, auch die starke Bertkower Wehr. „Ich habe gefragt, aber sie wollten nicht“, so der Ortswehrleiter letzterer, der sich das Treiben mit seinen Kindern anschaute. Wobei auch fraglich ist, wie der Wettkampf organisiert werden soll, wenn tatsächlich alle 26 Feuerwehren daran teilnehmen und vielleicht noch in mehreren Disziplinen (Gruppenstaffette, Stationen).

Irritation bei den Zuschauern

Einige Zuschauer und Teilnehmer irritierte, dass die Feuerwehren jeweils alleine an den Start gingen. Es hieß, dass es für zeitgleiche Läufe zu wenig Kampfrichter gab. Gut indes, dass die Mannschaften abwechselnd auf zwei Bahnen angriffen. Während bei der einen die TS brummte, bereitete sich die nächste parallell vor.

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Nancy Titze aus den Reihen der Feuerwehr Lindtorf fand den Freitag jedenfalls gut, „zumal bei den Temperaturen, das ist einfach angenehmer“. Britta Reichert und Conny Klaus aus Behrendorf pflichteten ihr da bei. Letztere freute sich darüber, „dass mal wieder mehr Eltern und Großeltern mit dabei sind. Früher war das ja ganz selbstverständlich“. Ja, der Freitag ging für sie in die richtige Richtung. Wobei sich andeutet, dass der Ausscheid 2019 wieder an einem Sonnabend stattfindet. Die Schwarzholzer Feuerwehr hat sich nämlich als Gastgeber angeboten – anlässlich ihres 115-jährigen Bestehens.

Nicht zuletzt stimmungsmäßig fällte Verbandsgemeindewehrleiter Michael Nix am Ende ein positives Fazit. „Ich denke doch, der Abend hat allen Spaß gemacht.“