Osterburg l Zu 161 Einsätzen wurden Brandbekämpfer aus der Einheitsgemeinde bislang in diesem Jahr alarmiert. Diese Zahl nannte Einheitsgemeinde-Wehrleiter Sven Engel am Freitag während der Jahresabschlussveranstaltung der Osterburger Feuerwehr-Führungskräfte. An der Bilanzziehung nahmen auch Bürgermeister Nico Schulz, Kreisbrandmeister Ringhard Friedrich und Armin Vinzelberg als Vertreter des Landkreises teil.

Nach Engels Angaben liegt die Zahl der Einsätze leicht über dem Niveau der Vorjahre, gleichzeitig aber nimmt die Zahl der aktiven Feuerwehrleute immer weiter ab. Aktuell sind für die Einheitsgemeinde noch 435 Brandbekämpfer gemeldet. Konsequenz: Gegenwärtig gelten mit Osterburg, Meseberg und Flessau nur drei Wehren als rund um die Uhr einsatzbereit. Und die Hoffnung auf eine Trendwende in der Personalsituation und Zuwachs besteht angesichts der negativen demografischen Entwicklung in der Region kaum. Zumal auch die dringend nötige Nachwuchsarbeit in mancher Wehr ins Holpern gerät. Gab es 2008 noch 72 Jugendwehr-Mitglieder, sind es heute gerade noch 46, die in vier Nachwuchsabteilungen mitarbeiten. Für diesen Bereich mahnte Engel eindringlich verstärkte Bemühungen an. Als positiv konnte der Wehrchef dagegen die Entwicklung in Sachen Kinderfeuerwehr einordnen. Mit Rossau kam in den zurückliegenden Monaten eine weitere Kinderwehr dazu, die jüngste Nachwuchsabteilung verfügt mittlerweile über 31 Mitglieder.

Engel nutzte den Abend, um sich bei allen Kameraden für ihr in diesem Jahr geleistetes Engagement zu bedanken und ihnen schöne Festtage sowie alles Gute für 2016 zu wünschen. Ebenso äußerten sich Nico Schulz, Ringhard Friedrich und Armin Vinzelberg, bevor Wolfgang Vinzelberg in den Mittelpunkt rückte. Der langjährige Schmersauer Ortswehrleiter wurde aus Altersgründen mit Wirkung zum 1. Dezember aus seiner Funktion verabschiedet, gleichzeitig wurde ihm das Brandschutzehrenabzeichen des Landesfeuerwehrverbandes in Bronze verliehen. Die Wehrleitung in Schmersau übernimmt Stefan Käfer. Einen Personalwechsel an ihrer Spitze hat auch die Königsmarker Wehr erfahren. Dort trat Steven Iwanski bereits am 1. September die Nachfolge von Torsten Schildt an.

Gleich vier Führungskräfte nahmen am Freitagabend eine Beförderung entgegen. Nach einer entsprechenden Qualifizierung konnten die Bereichsleiter Hartwig Brünsch, Frank Mischkowski, Marco Röhl und Yves Sander zu Oberbrandmeistern ernannt werden.