Mit Platz für Drehleiter

FFW-Gerätehaus Iden: Verbandsgemeinderat Arneburg-Goldbeck will Anbau „feinplanen“

Noch steht der Förderbescheid des Landes für den Anbau an das Idener Feuerwehr-Gerätehaus aus. In die Feinplanung gehen darf die Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck aber schon. Und das wird sie auch, der Rat hob die Haushaltssperre auf.

Von Karina Hoppe 20.07.2021, 17:19
Einige Garagen  müssen für den Gerätehaus-Anbau Iden abgerissen werden. Aktuell wird ein Anschluss ans Fernwärmenetz vorbereitet.
Einige Garagen müssen für den Gerätehaus-Anbau Iden abgerissen werden. Aktuell wird ein Anschluss ans Fernwärmenetz vorbereitet. Foto: Karina Hoppe

Iden - Der Beschluss am Montagabend fiel bei einer Enthaltung einstimmig aus. Der Verbandsgemeinderat Arneburg-Goldbeck hat die Haushaltssperre für den Umbau beziehungsweise Anbau an das Idener Feuerwehr-Gerätehauses aufgehoben. Dies vor dem Hintergrund, dass das Land der Verbandsgemeinde einen sogenannten „vorzeitigen Maßnahmebeginn“ genehmigte. Laut Verbandsgemeindebürgermeister René Schernikau (parteilos) wurde das Vorhaben positiv bewertet, „wir stehen auf der Prioritätenliste, laut Innenministerium wurden die Finanzmittel aber noch nicht freigegeben“.

Damit im erhofften positiven Fall der Fälle alle Terminketten eingehalten werden können, darf die Verbandsgemeinde nun schon mal in die Feinplanung gehen. Denn erst mit Vorlage der Planung könne das Leistungsverzeichnis für die Ausschreibungen erstellt werden. Mit dem Anbau an das Gerätehaus schlägt die Verbandsgemeinde zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen soll die personell gut ausgestattete Feuerwehr Iden Sozial- und Sanitärräume samt eines Raumes für den Feuerwehr-Nachwuchs bekommen. Die Pläne hierfür sind schon älter.

Kredit für Eigenanteil bereits genehmigt

Zum anderen wurde Iden als Standort für die Drehleiter der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck auserkoren. Die Gesamtkosten für den Anbau sind mit 470 000 Euro beziffert, 95 000 Euro davon machen das erhoffte Fördergeld aus. Für die Differenz von 375 000 Euro hat die Kommunalaufsicht der Verbandsgemeinde eine Kreditgenehmigung erteilt.

Ratsmitglied Wolfgang Trösken fragte, „ob denn die Zahlen noch stimmen“. Auch vor dem Hintergrund, dass die Kosten für den Anbau an das Feuerwehr-Gerätehaus in Goldbeck so massiv gestiegen waren. „Dort gab es Planungsfehler“, sagte Schernikau. Davon ab mache die Verbandsgemeinde gerade verschiedene Erfahrungen, was die Kostenentwicklung bei Baumaßnahmen betrifft. „Teilweise steigen sie, aber es gibt auch Stabilität. Im Wesentlichen sind wir im Moment in gutem Fahrwasser“. Auch bebaue die Verbandsgemeinde in Iden keinen alten Industriestandort wie in Goldbeck. Insofern erwarte Schernikau keine großen Überraschungen.

Falls die Förderung im schlechtesten Fall doch nicht bewilligt wird, sei die Planung nicht umsonst. „Wir müssen uns ja dann um Alternativen bemühen und wissen genauer Bescheid“, so Schernikau.

Bei „Extra-Wünschen“ aufpassen

Aus dem Verbandsgemeinderat kam noch der Hinweis, man möge im Rahmen der Feinplanung bei eventuell entstehenden „Extra-Wünschen“ der Feuerwehrleute aufpassen. Diese könnten ja dann gegebenenfalls auch auf das Konto der Gemeinde Iden gehen. Dass die Drehleiter der Verbandsgemeinde in Iden stationiert werden soll, wurde abermals als sinnvoll erachtet. Im Übrigen teilte Schernikau mit, dass er selbst in Bezug auf das Vorhaben auch keine Leistungen unter 10 000 Euro durchwinken werde, so lange der Fördermittelbescheid nicht vorliegt.