Gladigau l Kurz bevor der heutige Osterburger Ortsteil Gladigau im Jahr 2009 seine politische Eigenständigkeit verlor, zeigte der Rat noch einmal sein Herz für die jüngsten Einwohner des Dorfes. Er investierte 16.000 Euro, um einen zwischen Sportplatz und Waldrand gelegenen Platz auf Vordermann zu bringen.

So nahm eine attraktive Spiellandschaft mit Doppelschaukel, Seilbahn und zahlreichen weiteren Geräten Gestalt an, die im September 2009 eingeweiht wurde und auch neun Jahre später ein gepflegtes Bild vermittelt. Dieser Eindruck täuscht nicht, bestätigte Bürgermeister Matthias Müller. Die Geräte aus Douglasienholz, die im Erdbereich zudem mit Edelstahlhülsen ummantelt wurden, um ihre Lebensdauer zu erhöhen, seien in einem sehr ordentlichen Zustand. „Es hat sich für uns ausgezahlt, dass wir damals lieber ein bisschen mehr in hochwertigeres Material investiert haben“, sagte Müller zufrieden.

Dennoch hegen Bürgermeister und Ortschaftsrat Ambitionen, das Areal ein Stück weit aufzuwerten – weitere Spielgelegenheiten sollen her. Konkret festgelegt sei noch nichts, allerdings gehe die Tendenz schon zu einem Gerät zum Balancieren oder eine Art Klettergerüst, sagte Müller. Klar sind sich die Gladigauer dagegen, dass das Projekt aus eigener Kraft gestemmt werden soll. Und damit unabhängig von dem Unterfangen der Einheitsgemeinde, im Rahmen der sogenannten Spielplatz­initiative in den verschiedenen Orten Tobeflächen aufzuwerten oder sogar gänzlich neu zu bauen. Nach Angaben von Müller sollen ortschaftseigene Mittel in die Aufwertung des Gladigauer Spielplatzes fließen. Schließlich stünden für dieses Projekt auch noch Einnahmen aus dem Kuchenbasar zur Verfügung, den Einwohnerinnen des Dorfes bei der MDR-Landpartie im Frühjahr 2017 in Gladigau aufgebaut hatten. Läuft alles nach Plan, könnte die Aufwertung der Spiellandschaft im kommenden Jahr in die Tat umgesetzt werden, so der Ortsbürgermeister.

Neben diesen Pläne beschäftigt sich Matthias Müller mit einer zweiten Idee. „Um auch größeren Mädchen und Jungen im Alter der jüngsten Sekundarschul- oder Gymnasiumsklassen eine attraktive Tobefläche zu bieten, denken wir über einen Abenteuerspielplatz nach.“ Dieses Areal könnte auf einem separaten Standort entstehen, der sich ein Stück weit entfernt vom Spielplatz befindet und (in nordöstlicher Richtung) hinter dem Sportplatz liegt. Aktuell stecken die Gedankengänge um einen Abenteuerspielplatz aber noch in den Kinderschuhen, stellte der Gladigauer Ortsbürgermeister in diesem Zusammenhang fest.