Arneburg-Goldbeck l In Form einer Videokonferenz fand unter Regie der Verbandsgemeinde das erste Vereinstreffen statt. Hauptorganisator Marco Beiersdörfer zog ein positives Fazit zum Austausch mit den Verantwortlichen mehrerer Vereine. Unter anderem ging es um Probleme während der aktuellen pandemischen Lage und um mögliche Hilfen, die die Vereine in Anspruch nehmen könnten.

„Es war schon ziemlich spannend“, freute sich der Wirtschaftsförderer der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck über die Beteiligung. Sieben Vereinsvertreter hätten sich im Vorfeld angemeldet, ein Verein hätte aufgrund technischer Probleme passen müssen. In erster Linie sei es ein Ziel der Verbandsgemeinde, ein vollständiges Vereinsregister zu führen, was auch Ansprechpartner und Kontakte beinhaltet. „Da wollen wir auf keinen Fall die Bürgermeister übergehen“, sagt Beiersdörfer, der die ehrenamtlichen Dorf- und Stadtchefs mit dem Anliegen der Verbandsgemeinde konfrontierte. „Sie finden das gut.“

Wenn es um schnellstmögliches Informieren geht, möchte die Verwaltung gewappnet sein: beispielsweise für Termine, die für einige Vereine interessant sein könnten. Für welchen Verein ist ein Seminar für Steuerrecht sinnvoll? Wer möchte Überbrückungshilfen während der Corona-Pandemie beantragen? Auf kurzem Wege möchte die Verwaltung als Dienstleister ihre Unterstützung anbieten.

Um bei der Pandemie zu bleiben: Die Vereine sind zum Pausieren gezwungen. Beispielsweise herrscht für die Sportvereine momentan Trainingsverbot. Fuß-, Hand-, Volleyballer oder Tischtennisakteure, um einige Beispiele zu nennen, können ihr Hobby derzeit nicht ausüben. Auch der Spielbetrieb steht still. Mögliche Einnahmen von Zuschauern fallen aus – Überbrückungshilfen würde das Land bereitstellen und „könnten auch beantragt werden“, sagt Beiersdörfer.

Die Verbandsgemeinde freue sich über das Engagement der in den vielen Vereinen organisierten Mitglieder und sei stets bereit, Projekte zu unterstützen. Der Zuckerhallenverein aus Goldbeck gehörte wie der Kulturverein aus Möllendorf, der Sportverein aus Hindenburg oder der Fußballverein aus Klein Schwechten zu den Akteuren des ersten Vereinstreffens auf digitaler Ebene.

Der Zuckerhallenverein möchte auch im kommenden Jahr, sofern es die Situation zulässt, Kultur anbieten und Bands präsentieren. Marco Beiersdörfer denkt beispielsweise an die Stendaler Formation Nobody knows, die er sich in der Halle gut vorstellen könnte. Ein Ergebnis des Austausches untereinander war auch ein möglicher Wechsel der Hallenzeiten für die Klein Schwechtener Fußballer, die sich auch für freie Kapazitäten in der Hindenburger Sporthalle bewerben könnten. Des Weiteren stellte es sich als positiv heraus, dass ein Förderprogramm der Klein Schwechtener (automatische Rasenbewässerung) auch für andere Vereine wie unter anderem für Blau-Gelb Goldbeck nützlich ist.

Die Arneburg-Goldbecker Verbandsgemeinde möchte die Treffen fortsetzen, um auch andere Vereine kennenzulernen. „Das in Form eines Stammtisches. Die Verwaltung möchte keineswegs etwas diktieren“, betont Marco Beiersdörfer, der sich die Stammtische alle drei Monate vorstellen könne.

Verbandsgemeinde-Bürgermeister René Schernikau (parteilos) ist überrascht, dass es „einen großen Wunsch der Vereine nach diesem Austausch“ gibt. Er freue sich über diesen gelungenen Startschuss.