Osterburg l Holger Bellgardt, Leiter des Organisationsbüros für die Internationalen Hansetage 2018 in Rostock, warb im Mai während des Osterburger Stadt- und Spargelfestes für das große Ereignis, dass seiner Stadt im kommenden Jahr ins Haus steht. Abseits des Info-Standes und einer Spende für die Wieluner Jugendband TNNT war Bellgardt aber auch ein gefragter Gesprächspartner. Für die Vertreter des altmärkischen Hansebundes, die sich am gleichen Wochenende im Krumker Kavaliershaus einfanden, um Aktivitäten für 2018 abzusprechen und Bellgardt den Bund vorzustellen. „So ein Zusammenschluss mehrerer Städte gibt es dort oben an der Küste noch nicht, das war für unserem Rostocker Gast von großem Interesse“, blickte Osterburgs stellvertretender Bürgermeister und Hanse-Beauftragter Detlef Kränzel auf das Wochenende zurück.

Während des Treffens hätten sich die Altmärker zudem darauf verständigt, bei den Rostocker Hansetagen, die vom 21. Bis 24. Juni veranstaltet werden, stärker als zuletzt Präsenz zu zeigen. Spuren könnten demnach nicht nur das „Stammpersonal“ wie die kleine Besetzung der Osterburger Blasmusikanten oder Museumsmitarbeiter Detlef Preetz mit seiner Seildrehmaschine hinterlassen. Sondern beispielsweise auch Fotografien aus der Einheitsgemeinde. Denn die 2018er Ausgabe der sogenannten Hanseartworks beinhaltet eine Fotoausstellung, die unter dem Titel „Future City“ (Stadt der Zukunft) steht. Aus den Hansestädten sollen die Bilder zeigen, welche Möglichkeiten für die persönliche Lebensgestaltung und die Entwicklung der Gesellschaft der jeweilige Ort besitzt. Lassen sich die historischen, ästhetischen, funktionalen, ökologischen und ökonomischen Potentiale der Stadt fotografisch aufspüren und darstellen? So ist die Frage formuliert, die auch die Hansestadt Osterburg aufgreift und an Künstlerinnen sowie Künstler und alle Menschen, die gern fotografieren, weitergibt. Sie sind eingeladen, die Einheitsgemeinde fotografisch zu erkunden. Dabei sei es egal, ob hoch frequentierte Plätze, die Einkaufsstraße oder öffentlich zugängliche Gebäude in den Focus rücken. Sie kämen als Untersuchungsgegenstand ebenso in Frage wie ungeliebte oder verlassene Orte, kündigte Bibliothekschefin Anette Bütow gemeinsam mit Detlef Kränzel im Rahmen eines Pressegespräches an.

Interessierte Fotografen können maximal 25 Arbeiten bis zum 31. Oktober bei der Stadt Osterburg einreichen. Dabei sei auch ein Bewerbungsformular einzureichen, das unter der Homepage der Biesestadt (www.osterburg.de) heruntergeladen werden kann. Nach Einsendeschluss sichtet eine Jury die Motive und kürt die ihrer Meinung nach besten Fotos. Für die drei Erstplatzierten sind Preisgelder in Höhe von 300 Euro, 200 Euro und 100 Euro ausgelobt. Außerdem werden diese drei Motive der Hansestadt Rostock für die Teilnahme an der Ausstellung vorgeschlagen. Aus den Einsendungen aller teilnehmenden Hansestädte wählt das Team des PhotoBookMuseums (in Zusammenarbeit mit der Stadt Rostock als Ausrichter der Ausstellung) die besten 10 bis 15 Fotoprojekte. Sie werden Besuchern der Hansetage in zwei Schiffscontainern und auf großen Panels im Außenraum präsentiert. Wesentlicher Teil der Ausstellung ist zudem eine Katalogwerkstatt in einem weiteren Container, die den Künstlerinnen und Künstlern aus den Hansestädten sowie Besucherinnen und Besuchern erlaubt, sich ein eigenes „Future City“-Fotobuch zu gestalten.

Letzteres macht deutlich, dass die Fotografen, deren Arbeiten für die Ausstellung ausgewählt wurden, während der Internationalen Hansetage vor Ort sein sollen, um die Motive erklären zu können, sagte Detlef Kränzel. Für eine Unterkunft der Künstler würden die Gastgeber sorgen. „inklusive einer warmen Mahlzeit“, fügte er schmunzelnd hinzu.