Iden l Die geplante Freizeitanlage auf dem Areal an der Sporthalle steht weiterhin ganz oben auf der Wunschliste des Idener Gemeinderates. Bei Diskussionen zum Haushaltsplan für das kommende Jahr untermauerten die Kommunalpolitiker ihr Ansinnen, den Außenbereich an der Turnhalle im Ort aufzuwerten. Bisher ging die Gemeinde bei möglichen Förderungen für dieses Projekt leer aus. Dennoch hoffen die Idener, es umzusetzen. Dafür sollen 120 000 Euro in den Etat für 2021 eingeplant werden.

Während der Sitzung des Gemeinderates befassten sich die Kommunalvertreter mit möglichen Schwerpunkten für das kommende Jahr: In welche Maßnahmen möchte Iden investieren? Das Areal vor der Sporthalle soll sich in eine Freizeitanlage speziell für Senioren verwandeln. Der Platz eigne sich dafür gut, befindet der Rat um Idens Bürgermeister Norbert Kuhlmann (parteilos). Fitnessgeräte sollen Idener Einwohner zu sportlichen Übungen unter freiem Himmel animieren. Unter anderem könnten Ruderergometer und andere Geräte wie beispielsweise Stepper angeschafft werden.Die Gemeinde würde das Projekt gern über das Förderprogramm „Leader“ realisieren und stellte zum zweiten Mal einen Antrag. Leader-Manager Dr. Wolfgang Bock ist jedenfalls froh, dass die Förderphase für die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Mittlere Altmark um zwei Jahre verlängert wurde. Was bedeutet, dass bisher nicht berücksichtigte Projekte eine Chance auf finanzielle Unterstützung hätten.

Das Finanzministerium habe der LAG signalisiert, dass noch zusätzliche Gelder kommen würden. Trotzdem rechnet Bock damit, „dass es nicht der ganz große Topf“ sein werde. Er könne nachvollziehen, dass die Gemeinden eher skeptisch seien und wie er bestont „Respekt“ hätten, was die Fördermodalitäten betrifft. Als Nachteil sieht Bock das künftige Verfahren, dass „alle EU-Mittel für den ländlichen Raum über Leader laufen sollen“. Diese wurden zuvor beim Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) beantragt. Trotzdem hätte Iden eine Chance, Fördermittel für ihre Freizeitanlage sozusagen an Land zu ziehen.

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Auch die Renaturierung des Seegrabens ist ein weiteres Ziel, was in naher Zukunft in die Tat umgesetzt werden soll. Deshalb soll auch dieses Projekt Einzug in den Haushaltsplan für das kommende Jahr halten. Zudem werden 60 000 Euro für die Grundschule, deren Träger die Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck ist, eingetaktet. Die Investition bezieht sich unter anderem auf ein barrierefreies WC. Auch die Heizung soll den neuen Umweltbestimmungen entsprechend erneuert werden. Falls der Eigenanteil der Verbandsgemeinde für das Projekt nicht ausreichend sei, springe die Gemeinde Iden ein. Deshalb beschloss der Rat eine entsprechende Investitionsvereinbarung mit der Verbandsgemeinde. Die landkreisliche Kommunalaufsichtsbehörde hätte ihre Zustimmung zu dieser Vereinbarung erteilt.

Idens Bürgermeister Norbert Kuhlmann hofft, dass der Haushaltsplan während der nächsten Sitzung des Gemeinderates beschlossen wird. Am 10. Dezember werden die Kommunalpolitiker aus Iden wieder zusammenkommen.