Arneburg l „Die Tür steht offen für neue Ideen.“ Diesen Satz berücksichtigte die Arneburger Gruppe auf dem Deckblatt ihres für den Friedhof erarbeiteten Konzeptes, das sie bei der Verwaltung abgaben. Und das als künftige Diskussionsgrundlage bei den Sitzungen in den Arneburger Ausschüssen und beim Stadtrat dienen sollte.

Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) „Für unsere Stadt“ sorgen sich um den an der Sandauer Straße gelegenen Friedhof, nahmen sich dem Thema mit seinen vielen Fragen an. Trauerhalle, Urnenwahlgräber, Gestaltung, Gebühren, Pflege - alles müsse ihrer Meinung nach besser geregelt werden. Auch mit dem Ziel, dass der Friedhof mit seinem alten Baumbestand zukünftig ein ansehnlicheres Bild abgibt. Die Konzept-Verantwortlichen - mit Stadträtin Karen Galster, Ingrid Bade und Marie-Luise Rutter war ein Trio federführend - haben viele Vorschläge zusammengetragen. „Das große Problem ist, dass der Friedhof so überdimensioniert ist“, gibt Marie-Luise Rutter zu bedenken. Er weise eine größere Fläche an Grünflächen auf, die keine Friedhofsnutzung haben. Es sei in diesem Fall unabdingbar, öffentliche Grünflächen zu entwidmen, betont die Arbeitsgruppe. „Um den verbleibenden Altgrabnutzern, deren Anzahl in den kommenden Jahren stetig geringer wird, nicht noch höhere Kosten aufzubürden.“

Der Passus einer Entwidmung von Friedhofsflächen sei bereits in der Arneburger Friedhofssatzung verankert. Auf dieser Fläche könnte später eine Streuobstwiese angelegt werden, haben sich die BI-Mitglieder weitere Gedanken gemacht. Aber auch eine Baumpflanzung mit Namensschild durch Brautpaare bei der Hochzeit wäre denkbar.

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„Die Trauerhalle ist ein Trauerspiel“, sagt Ingrid Bade. Aufgrund ihres schlechten baulichen Zustandes komme nur der Abriss in Betracht. Doch auf welchem Standort soll die neue Trauerhalle errichtet werden? Das Gebäude könnte nach Ansicht der Konzept-Verantwortlichen auf der äußeren nordöstlichen Grünfläche seinen neuen Platz bekommen. „Diese Fläche lässt sich nicht so gut entwidmen, da große Bäume am äußeren Hauptweg angrenzen und die oberen wenigen Urnenwahlgräber hier längere Liegezeiten aufweisen. Eine Zuwegung ist schon vorhanden“, betonen sie.Der Ort sei für Trauerfeiern gut geeignet, wäre besser als ein Standort am Friedhofseingang direkt an der Straße.

Die Gruppe, die sich über mehrere Wochen regelmäßig traf und versucht, Lösungsansätze zu finden, würde zudem für die Schaffung einer neuen halbanonymen Begräbnisanlage plädieren. Die Namen der Verstorbenen könnten an einem Platz, beispielsweise einer Wand, angebracht werden. Die halbanonyme Anlage werde von der BI als Ergänzung zur anonymen Begräbnisanlage und zur Urne mit Platte angesehen. Jene Anlage lasse sich in ihrer Einfachheit bautechnisch an verschiedenen Stellen auf dem Friedhof unterbringen.