Goldbeck l Rund 150.000 Euro Gesamtinvestition, davon gut 100.000 Euro gefördert. So ist der Posten Goldbecker Sporthalle im kommunalen Haushalt 2018 eingearbeitet. Der Rat wollte scheibchenweise vorgehen, zunächst nur das Notwendigste machen. Aber von diesem Notwendigem gibt es mehr als dem Gemeinderat lieb ist. So ermittelte ein Ingenieurbüro laut Bürgermeister Torsten Dobberkau einen Sanierungsbedarf in Höhe von 974.000 Euro – knapp 1 Million Euro. Unter dem Aspekt der energetischen Sanierung laut „Stark III plus Efre“ entfallen danach etwa 220.000 Euro auf Dachdeckerarbeiten, 212.000 Euro auf die Fassade, 140.000 Euro auf Zimmermanns- und Tischlerarbeiten, 40.000 Euro auf die LED-Umstellung und 75.000 Euro auf den Innenausbau. Um nur die größten Posten zu nennen. Die Kostenschätzung basiere auf den aktuellen Ausschreibungspreisen, „plus zehn Prozent Sicherheit“, so Dobberkau.

Förderantrag geplant

Für 1 Million Euro braucht es Fördergelder. Und nicht zu knapp. Die Gemeinde will nun bis zum Stichtag 28. April gemeinsam mit der Verwaltung einen Förderantrag über das Programm „Stark III plus Efre“ stellen. In die Gunst dieser Mittel zur energetischen Sanierung und Modernisierung öffentlicher Gebäude und Infrastrukturen kommen nämlich auch „Träger von Sportstätten mit Nutzungszwecken für die breite Öffentlichkeit“. Und das ist die Goldbecker Sporthalle, wird sie doch vor allem vom aktuell 236 Mitglieder – davon 81 Kinder und Jugendliche – starken SV Blau-Gelb 21 Goldbeck intensiv (täglich) genutzt. Neben der an Mitgliedern stärksten Fußballabteilung gibt es im Verein noch die Abteilungen Frauengymnastik, Tischtennis, Volleyball und Kegeln.

Die Nutzung durch den Schulsport kommt noch dazu, sowohl seitens der Grund- als auch der Sekundarschule. Laut Jörg Spanier, der Finanzausschussvorsitzender im Gemeinderat und Vorsitzender von Blau-Gelb ist, werde das Projekt Hallensanierung den für den Förderantrag notwendigen Demographiecheck auf jeden Fall bestehen. Zwar sei die Sporthalle „funktional noch gut nutzbar“, aber sie werde eben mit den Jahren nicht besser, so Spanier. In der Umgebung ist der Kurz-nach-der-Wende-Bau vergleichsweise jung, aber bald 30 Jahre hat die Halle nun auch auf dem Buckel. Und es wurde in der Zwischenzeit nicht nennenswert investiert. „Wir sind uns alle einig, dass etwas passieren muss.“

Umsetzung nicht vor 2019

Über „Stark III plus Efre“ kann für Sportstätten ein Zuschuss in Höhe von 90 Prozent der förderfähigen Ausgaben gewährt werden. Einen Eigenanteil von 100.000 Euro könnte die Gemeinde laut Dobberkau stemmen. „Im ungünstigsten Fall über einen Kredit.“ Aber nächster Schritt ist erstmal die Abgabe des Antrags. Für den Fall eines positiven Bescheids soll die Maßnahme in den Haushalt 2019 eingearbeitet werden. „Umsetzung wäre dann 2019/2020“, so Dobberkau.