Goldbeck l Die Mitglieder des Ausschusses für Ordnungsangelegenheiten und Brandschutz der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck erachten die Stelle eines hauptamtlichen Gerätewartes für sinnvoll. Die Aufgaben, die die ehrenamtlichen Brandbekämpfer aus den insgesamt 29 Ortsfeuerwehren leisten, gehe über das normale Maß hinaus. Das bedeutet: Die Feuerwehrleute würden auch Aufgaben übernehmen, die in Verantwortung des Trägers des Brandschutzes sind. Und Träger ist die Verbandsgemeinde (VG).

Wie Dominique Deutsch, Teamleiter Bürgerdienste bei der Verbandsgemeinde, am Dienstagabend die anwesenden Ausschuss-Mitglieder im Goldbecker Verwaltungsgebäude informierte, wolle die Kommune mit der Schaffung der neuen Stelle eines hauptamtlichen Gerätewartes die Brandbekämpfer entlasten. Und nannte als Beispiel Zahlen, um die sich die Mitglieder der jeweiligen freiwilligen Feuerwehren beziehungsweise die VG kümmern müssten: Unter anderem gehören 40 Fahrzeuge und 192 Löschbrunnen zum Bestand. Pflege und Unterhaltung würden viel Zeit in Anspruch nehmen. Bisher sei die Verbandsgemeinde stets auf das gute Zusammenspiel mit den Mitgliedern der Feuerwehren angewiesen gewesen, was auch recht gut geklappt hätte. Beispielsweise übernehmen die Wehren die Pflichtaufgabe des Trägers, das Feuerwehr-Fahrzeug zur ordnungsgemäßen Überprüfung in die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) nach Arneburg zu fahren. Eine Arbeit, die künftig auch der hauptamtliche Gerätewart verrichten könne.

Auch mit der Prüfung der ortsveränderlichen Betriebsmittel bei den Feuerwehren, dazu zählen unter anderem Verlängerungsleitungen und Mehrfachverteiler, könnte der Gerätewart vertraut gemacht werden. „Dafür müsste er einen Lehrgang besuchen. Dann wäre das möglich“, machte Dirk Raschke, stellvertretender Verbandsgemeinde-Wehrleiter (Ausbildung) am Dienstagabend auf dieses Einsatzfeld aufmerksam. Dafür beauftragte die VG bisher eine Elektro-Firma. Welche Kosten dies jährlich verursachte, solle die Verwaltung prüfen.

Der Ordnungsausschuss empfiehlt dem Arneburg-Goldbecker Verbandsgemeinderat die Schaffung einer Stelle als hauptamtlichen Gerätewart. Im Landkreis Stendal, sagte Deutsch, sei die Verbandsgemeinde die einzige Kommune, die auf jene Position verzichtet. Der Großteil der umliegenden Einheits- und Verbandsgemeinden habe diese Stelle als Vollzeit-Stelle eingetaktet.

Das konnte Dirk Raschke nur unterstützen. Er sprach von „sehr gut ausgebildeten“ Fachkräften, die die Voraussetzung als hautamtlicher Gerätewart erfüllen müssten. Und diese Berufsgruppe sei bei anderen Unternehmen in Lohn und Brot und würde nur den Arbeitsplatz bei einer Vollzeitstelle wechseln.