Spender gesucht

Golden-Retriever-Dame„Ella“ braucht dringend tierärztliche Hilfe

Von Ralf Franke

Seehausen

Unter dem Titel „Happy End mit Falltür“ sorgte eine streunende Golden-Retriever-Dame im November 2020 in der Verbandsgemeinde Seehausen für Schlagzeilen. Erst durch geduldiges Anfüttern gelang es Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth und Helfern nach vier Wochen, die extrem scheue Hündin mit einer selbst konstruierten Falle auf einem zu dem Zeitpunkt leerstehenden Hof bei Krüden zu fangen, um sie der SOS Hundehilfe Prignitz zu übergeben, mit der die Kommune kooperiert.

Chronische Schmerzen

Bei der Mannschaft um Cornelia Grothe in Groß Lüben fand die Streunerin vor fast vier Monaten liebevolle Aufnahme. Nur vermittel werden konnte das Tier bislang nicht, was letztlich dem Gesundheitszustand der vierbeinigen Blondine zu verdanken ist. „Ella“, wie die Hündin inzwischen getauft wurde, weil ihre Herkunft nicht zu klären ist, leidet offenbar unter großen Schmerzen an mehreren Stellen des Bewegungsapparates. Wie sehr, wurden erst nach einer Aufpäppelungsphase deutlich.

Nach einer ersten Diagnose kommen bei „Ella“ wohl mehrere Krankheiten von Hüftdysplasie bis Arthrose inklusive neurologischer Ausfälle zusammen. Bis eine richtige Behandlung möglich ist, muss die Hündin Schmerzmittel bekommen und ruhig gehalten werden, was bei der Angst vor Fremden ein schwieriges Unterfangen ist, weiß Cornelia Grothe zu berichten. Die Hundehelferin geht inzwischen davon aus, dass „Ellas“ Krankheit vielleicht ein Grund für die früheren Besitzer war, den Hund auszusetzen und einer langen Odyssee zu überlassen.

Es gibt indes auch Hoffnung für das Tier, das Anfang Juni einen Termin bei einem Berliner Spezialisten für derartige Hundekrankheiten hat und inzwischen in Sachen Alter auf sieben Jahre geschätzt wurde.

Nach einer tiefer gehenden Diagnose per Computertomographie soll die Betäubung genutzt werden, um an Triggerpunkten im Rahmen einer sogenannten Goldakupunktur Implantate für die Linderung der chronischen Schmerzen zu setzen und „Ella“ noch ein relativ normales und möglichst langes Leben zu ermöglichen. Dann lässt sich hoffentlich auch ein Zuhause für die Patientin finden. Zumal „Ella“ noch zu jung für den Ruhestand ist und Golden-Retriever als liebevolle Familienhunde immer gefragt sind.

Die Sache hat bislang nur einen Haken. Die Kosten für Diagnose, Behandlung und Nachsorge sind mit 5000 Euro veranschlagt, die die SOS Hundehilfe nicht aus eigener Kraft aufbringen kann. Weshalb über die Auffangstation eine Spendenaktion gestartet wurde, die bislang erfolgreich verläuft, in den sozialen Medien fleißig geteilt und auch von Rüdiger Kloth per Facebook-Account unterstützt wird.

Bislang über 2700 Euro gesammelt

In drei Wochen waren bis Mittwoch immerhin schon reichlich 2700 Euro zusammengekommen. Wobei die Beträge sind so unterschiedlich sind wie die Spender, die sich aus zum Großteil aus der Region Seehausen rekrutieren und sich aus Privatleuten ebenso zusammensetzen wie aus spendablen Firmen.

Cornelia Grothe ist optimistisch, dass das Geld für die Behandlung zusammenkommt und betont, dass auch kleine Summen weiterhelfen.

Wer für „Ella“ spenden möchte, hat zwei Möglichkeiten: PayPal: sos.hundehilfe.prignitz@googlemail.com oder bei der Sparkasse Prignitz, IBAN:  DE5316 0501 0110 1000 2690, BIC: WELADED1PRP unter Empfänger: SOS Hundehilfe Prignitz e.V. und Verwendungszweck: Ella. Und wer „Ellas“ Schicksal weiter verfolgen oder mehr über die Auffangstation und das Engagement der Betreiber wissen will, kann sich im Internet informieren. Es gibt dazu auch einen Facebook-Account.