Arneburg l Die Arneburger Grundschule befindet sich in einem Modernisierungsprozess. Am Verbinderbau, jenem neuen Gebäude zwischen dem markanten Grundschulhaus und der ehemaligen Sekundarschule, scheinen nur noch wenige Arbeitsschritte notwendig. Und auch die Außenanlagen werden durch ein Förderprogramm aufgewertet. Für eine Bereicherung auf dem Hof sorgte auch ein Viertklässler. Pepe Malinke übergab am Montag als Präsent an die Einrichtung zu seiner Verabschiebung drei Obstbäume, die die Schülerschar zusammen mit Hausmeister Lothar Schmidt sofort einpflanzte. Der 10-Jährige wird nach den Sommerferien an die Gold­becker Sekundarschule wechseln. Die zwei Apfel- und der eine Birnenbaum werden das Pädagogen-Team an den Hindenburger und natürlich auch an den diesjährigen Abschlussjahrgang erinnern.

Die Lehrerinnen um Schulleiterin Susann Schulze waren überrascht und fanden die Aktion „ganz toll“. Pepe sprach von „schönen Jahren“, die er und seine Mitschüler an der Arneburger Grundschule hatten. Das heute zu Ende gehende Schuljahr wird den Kindern und Lehrern als ein besonderes in Erinnerung bleiben.

Folgen der Pandemie

Die Corona-Pandemie wirkte sich auch auf das Schulleben aus, die Einrichtung in der Elbestadt war wie andere Bildungseinrichtungen und Kitas im Land mehrere Wochen geschlossen. Das hatte zur Folge, dass die Schüler täglich den Unterrichtsstoff Zuhause zusammen mit Eltern und Großeltern bewältigen mussten. „Das hat bei uns gut funktioniert“, resümierte Susann Schulze. Die jeweiligen Klassen wurden mit Aufgaben gut versorgt. Nach dem Re-Start standen verstärkt Deutsch, Mathematik und Sachkundeunterricht auf dem Stundenplan. Deshalb müsse keiner befürchten, dass Unterrichtsstoff auf der Strecke geblieben sei.

Allerdings mussten andere Aktivitäten ausfallen. „Die Schüler haben sich so darauf gefreut“, war auch Andrea Körner, die Klassenlehrerin der Viertklässler, enttäuscht, dass die geplante mehrtägige Fahrt nach Arendsee ausfallen musste. Auch andere Projekttage, wie beispielsweise die Tour in die Langobardenwerkstatt nach Zethlingen, mussten aufgrund der Einschränkungen gestrichen werden. Eine größere Abschlussfeier für die Viertklässler konnte zudem nicht organisiert werden - in diesem Jahr war vieles anders als sonst.

Die 34 Mädchen und Jungen der vierten Klassen gehen nun getrennte Wege. Einige zieht es ins Osterburger Gymnasium, andere an die Goldbecker Sekundarschule und ein Teil an die Gymnasien nach Stendal. Nun überwiegt die Freude auf die Sonmerferien. Und diese sollen an der Einrichtung auch zur Fertigstellung des Verbinderbaus genutzt werden. Nach der Sommerpause möchten die Arneburger unter anderem ihren neuen Essensbereich einweihen.