Osterburg l Zum Ende des Unterrichtsjahres 2018/19 haben vier Lehrer das Markgraf-Albrecht-Gymnasium verlassen, seitdem sucht das Markgraf-Albrecht-Gymnasiums nach neuen Kollegen. Um die Vakanz zu händeln, mussten an der Schule Stundenkürzungen vorgenommen werden, worüber die Eltern bereits mit dem Start in das neue Unterrichtsjahr schriftlich informiert wurden. „Die Altmark ist nicht die bevorzugte Gegend für junge Absolventen eines Lehramtsstudiums“ sagt Schulleiterin Elke Hein. Laut statistischem Landesamt werde die ländliche Region bis 2025 knapp 40 Prozent der Einwohner verloren haben, die sie 1990 besaß. Und dennoch gibt es junge Leute, die es zurück in die Heimat zieht. Wie Annett Brückner (25) und Peter van Meegen (25). Die beiden gebürtigen Altmärker helfen neben zusätzlichen Abordnungen aus anderen Schulen sowie insgesamt vier Referendaren mit, dass sich der Mangel an Lehrkräften noch in Grenzen hält.

Der Arendseer Peter van Meegen (25) studierte Mathematik und Ethik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Annett Brückner (25) schloss ihr Lehramtsstudium an der Magdeburger Otto-von-Guericke-Universität in Wirtschaft und Mathematik ab. Nachdem sie ihr Referendariat an der Schule absolviert hatten, sind sie nun fest angestellt und haben sich bereits gut in den Unterrichtsalltag eingelebt. Brückner und van Meegen waren selbst Schüler am Markgraf-Albrecht-Gymnasium und erinnern sich gern an diese Zeit zurück. Warum sie den Beruf des Lehrers wählten, darin sind sie sich ziemlich einig: die Liebe zum Fach und zu den jungen Menschen. „Ich kann meine Hobbies hier gut ausleben und habe einen positiven Einfluss auf die Schüler“ meint van Meegen. Seitdem er Nachhilfe gab, wusste er, dass der Lehrerjob ihm liegt. Annett Brückner erzählt, dass sie schon von kleinauf Lehrerin werden wollte. Selbst Wissen zu vermitteln und die jungen Menschen auf einem Stück des Lebensweges zu begleiten, seien die Dinge, die sie für wichtig halte.

An der Altmark schätzen van Meegen und Brückner vor allem die Ruhe und die Weite. Das Kollegium sei außerdem sehr familiär, als „frischer“ Lehrer werde man gut unterstützt. Nicht zuletzt haben sie in der Altmark Freunde und Familie. Die Heimatverbundenheit spiele eine große Rolle bei der Entscheidung, in Osterburg zu arbeiten und sich dauerhaft in der Altmark niederzulassen.

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Vielleicht ein Beispiel, das am Osterburger Gymnasium zukünftig noch häufiger Schule macht. Leiterin Elke Hein stellt jedenfalls klar, „dass wir ehemaligen Schülern sehr gern anbieten, ihr Praktikum und das Referendariat bei uns zu machen.“