Osterburg l Der auf dem Hof des Gymnasiums neu entstandene Anbau putzt sich in diesen Tagen für den festlichen Anlass heraus: Heute in einer Woche werden seine Räumlichkeiten offiziell eingeweiht. Zukünftig wird der Anbau in erster Linie als Mensa dienen, als Ort für Veranstaltungen aber auch die Aula des Markgraf-Albrecht-Gymnasiums entlasten.

Mit der Übergabe des Mehrzweckraums steht ein wesentliches Kapitel des Gymnasiumsumbaus vor dem Schlusspunkt. Seit Sommer 2017 setzt der Landkreis Stendal Stück für Stück die Grundsanierung der Häuser A und B in die Tat um. Die Palette der Maßnahmen reicht dabei von der Sanierung der Fußböden über Dämmarbeiten, die Erneuerung von Klassenzimmern und sanitären Einrichtungen bis hin zum Austausch maroder Hölzer im Dachstuhl. Die Schule nahm ihre Gaskesselanlage aus dem Betrieb und wurde an das Fernwärmenetz der Osterburger Stadtwerke angeschlossen. Nicht zuletzt beinhaltet das 3,57 Millionen Euro schwere Investitionspaket die Einrichtung eines Fahrstuhls. Und den Bau der Mensa. Letztere sollte nach den ursprünglichen Plänen bereits nach den Herbstferien übergeben werden. Gut gefüllte Auftragsbücher in der Baubranche durchkreuzten dieses Anliegen aber. Weil es den am Gymnasium tätigen Unternehmen aus diesem Grund auf der Osterburger Baustelle an Personal mangelte, verzögerte sich der Umbau. Der Bauboom wirkte sich aber nicht nur auf den Zeitplan aus, er befeuerte auch die Baupreise. Weil der Landkreis bei der Finanzierung des Projekts hauptsächlich auf den Stark III-Fördertopf des Landes zurückgreift, konnte die Bruttobausumme von 3,57 Millionen Euro aber nicht erhöht werden. Stattdessen war der Auftraggeber dazu gezwungen, den Rotstift zu zücken. „Ursprünglich sollten im Haus A alle Klassenräume sowie der Sanitärtrakt erneuert werden. Abstriche werden jetzt bei den Klassenräumen vorgenommen“, teilte Edgar Kraul mit. Wie der Sprecher des Landkreises deutlich machte, haben die Handwerker noch einige Arbeiten auf dem Aufgabenzettel. So muss unter anderem der Fahrstuhl fertiggestellt werden. Im Haus A seien zudem Sanitäranlagen und einzelne Klassenzimmer zu erneuern, bevor der Schlussstrich gezogen werden könne. Letzteren verortet Kraul aber noch in diesem Jahr. Aktuell sei davon auszugehen, dass im vierten Quartal 2019 mit einem Abschluss der Maßnahme zu rechnen ist, machte der Sprecher des Landkreises Stendal abschließend deutlich.

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