Osterburg l Die Kommune und das landkreisliche Bauordnungsamt mussten reagieren und lassen das Gebäude in Nachbarschaft der Stadt- und Kreisbibliothek und des Markgraf-Albrecht-Gymnasiums auf Kosten des Eigentümers abreißen.

Nicht zum ersten Mal kritisierten Osterburger Bürger das baufällige Objekt, das den Sicherheitsrichtlinien nicht mehr entsprechen würde. Lose Ziegel und Steine sorgten für eine bedenkliche Lage, sie fanden sich bereits auf dem Gehweg und der Straße wieder. Das Osterburger Ordnungsamt setzte sich mit dem Landkreis in Verbindung, der auf dem Gebiet der Gefahrenabwehr in Verantwortlichkeit steht. Und der eine Abrissfirma bestellte.

Ziel der Gefahrenabwehr ist es, die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten. In diesem Fall stellte das Gebäude, das einige Jahre auch als Frisörsalon genutzt wurde, ein zu großes Risiko für die Bevölkerung dar. Osterburgs Ordnungsamtsleiter Matthias Frank spricht speziell die gegenüberliegende Bildungsstätte an. „Allein wenn man bedenkt, wieviele Schüler das Gymnasium besuchen...“

Moderne Häuser ins Stadtbild integrieren

Aber nicht nur der Makel des erhöhten Gefährdungspotenzials lastete auf dem Eckhaus. Die aktuellen Arbeiten, die für eine gegenwärtige Sperrung der Bergstraße sorgen, verbannen auch einen Schandfleck aus der Altstadt. Das wird sicherlich nicht nur die Hansestadt freuen. In die Bergstraße zieht seit einiger Zeit wieder frischer Wind und sorgt sozusagen für ein attraktiveres Gesamtbild. Die Osterburger Lebenshilfe nähert sich mit ihrem Bauprojekt dem Ende: Im April soll das neue Gebäude, in dem sieben Apartments entstehen, bezugsfertig sein.

Und künftig könnte in der Straße noch mehr passieren. Für die maroden Häuser der Bergstraße 5 - 7 liegen bereits Pläne in der Schublade, die der Eigentümer realisieren möchte. Der Architektur-Wettbewerb „Mut zur Lücke“ griff die Planspiele auf und zeichnete sie sogar aus. Auch Einheitsgemeinde-Bürgermeister Nico Schulz freute sich darüber. Und über die Vorschläge, die versuchen, moderne Gebäude in das Stadtbild zu integrieren.

Die Kommune ist bemüht, für Baulücken Investoren zu suchen, um das Stadtensemble attrraktiver zu gestalten. Und vielleicht wird auch die Ecke Bergstraße/Werbener Straße wieder ein Bauplatz.