Osterburg l In den Amtsstuben der städtischen Kämmerei dürften die Arbeiten am Haushaltsplanentwurf für 2016 längst auf Hochtouren laufen. Denn wie der stellvertretende Einheitsgemeinde-Bürgermeister Detlef Kränzel während der Ortschaftsratssitzung in Walsleben deutlich machte, soll der Etatentwurf schon im November im Stadtrat eingebracht und anschließend in den verschiedenen politischen Gremien der Einheitsgemeinde besprochen werden.

Läuft alles wie von der Verwaltung angestrebt, dürften sich die Diskussionen über den Haushalt schon nach einem überschaubaren Zeitraum zum Abschluss gelangen. „Möglicherweise im Dezember, eventuell sogar schon im November, soll der Haushaltsplan 2016 auch vom Stadtrat verabschiedet werden“, sagte Kränzel. Der Kämmerer erklärte auch, warum die Einheitsgemeinde bei ihrer Finanzplanung auf das Tempo drückt. „Wenn wir unser Ziel erreichen und der Stadtrat den Haushaltsplan noch 2015 verabschiedet, können wir im kommenden Jahr schon frühzeitig mit einem gültigen Haushaltsplan arbeiten. Das bedeutet, dass wir eben auch deutlich früher loslegen können, die im Plan festgeschriebenen Investitionen in die Tat umzusetzen“, begründete er.

An ausreichend Raum für gründliche Diskussionen und nötigenfalls auch ein akribisches Ausleuchten einzelner Haushaltspositionen soll es nach der Vorlage des Etat-Entwurfs aber dennoch nicht mangeln. Erklärtes Ziel der Osterburger Kommunalpolitik bleibt es, auch für das kommende Jahr den Ausgleich zwischen Einnahmen und Ausgaben zu erreichen. Nach einer aktuellen Einschätzung von Detlef Kränzel stehen die Zeichen dafür günstig. Der Osterburger Kämmerer nennt als Grund für seine Zuversicht einen Runderlass zur Haushaltserleichterung. Mit diesem Papier räumt das Innenministerium den Kommunen die Möglichkeit ein, ihr durch Abschreibungen entstandenes Minus in den Haushaltsplänen gegen ihr Vermögen zu rechnen.

Ein ausgeglichener Finanzplan liegt dank dieser Op­tion in Reichweite – Osterburg könnte sich so auch 2016 seine volle Handlungsfähigkeit bewahren. Womöglich aber zum letzten Mal. Denn nach dem aktuellen Stand läuft der Runderlass des Innenministeriums 2016 aus, bestätigte Detlef Kränzel.