Walsleben l Noch liegen fast zwei Wochen vor dem Spektakel, vor den Augen von Dr. Marco Rebhann hat der Umzug des Altmärkischen Heimatfestes am 25. August in Walsleben aber längst konkrete Gestalt angenommen. „35 Organisationen mischen mit, 52 Schaubilder werden gezeigt. 370 Teilnehmer, 36 Fahrzeuge und zehn Pferde laufen und fahren in dem etwa einen Kilometer langen Zug mit“, zählt der Hauptorganisator auf. Rebhann hat diese Aufgabe als Neu-Walslebener übernommen. 2018 ist der gebürtige Berliner in das Dorf gezogen. Nicht zufällig, denn zu Walsleben gebe es familiäre Verbindungen. „In der Kindheit habe ich hier oft meine Ferien verbracht.“

Anfang des Jahres klinkte sich Rebhann nach einer Anfrage durch Ortsbürgermeisterin Christine Klooß in die Vorbereitung des Altmärkischen Heimatfestes und ganz konkret in die Vorbereitung des Umzuges ein. Und das in beeindruckender Manier, wie Einheitsgemeinde-Bürgermeister Nico Schulz (CDU) lobte. Denn der Umzug warte nicht nur mit einer beachtlichen Teilnehmerzahl auf. Sondern auch mit Vielseitigkeit.

Gleich nach der Ortsfahne und Ortsbürgermeisterin, die faktisch die Spitze des Zuges bilden, werden zeitlich passend angeordnete Schaubilder in die nunmehr 1090-jährige Vergangenheit des Gastgeberdorfes führen. Vom Mittelalter inklusive Verweis auf die Burg Walsleben reicht der geschichtliche Abriss bis hin zur Wischeaktion und, ganz zuletzt, der nunmehr zehn Jahre alten Einheitsgemeinde Osterburg. Letzteres Schaubild gestalten Rathaus-Mitarbeiter, für andere Hingucker des historischen Umzugsteiles zeichnen die verschiedensten Ortschaften der Kommune verantwortlich. So seien Düsedauer im „Mittelalter“ anzufinden, Königsmarker machten wiederum die große Wischeaktion lebendig, nannte Rebhann Beispiele.

Jubilare

Abseits der Geschichtsbilder werden Walslebens weitere Jubilare, die 130 Jahre alte Feuerwehr sowie der nunmehr 100 Jahre zählende Sportverein Eintracht, gemeinsam mit weiteren Vereinen und Einrichtungen des Dorfes wie Kindertagesstätte und Jägerschaft den Gastgeberort im „Heute“ repräsentieren. Ein dritter, abschließender Block zeigt Bilder aus den beiden 25 Jahre alten Landkreisen Stendal und Salzwedel. Laut Rebhann sind im Zug unter vielen anderen der Oldtimer-Stammtisch Calberwisch, die Grundschule Iden und der Arbeitskreis Werbener Altstadt.

Ganz am Ende sollen Mitglieder der Osterburger Schützengilde marschieren, die mit einem Salut am Zielort Eichengrund auch den Schlusspunkt hinter den Umzug setzen. Der Hingucker soll um 11 Uhr an der Gaststätte Kersten starten und über Schulstraße sowie Alte Dorfstraße führen. An zwei Standorten wird moderiert. Vor dem Dorfgemeinschaftshaus übernehmen Rainer Moser und Heiko Fischer den Part, am Zielort Eichengrund schlüpft Connie Walnsch in die Rolle der Moderatorin.

Laut Marco Rebhann und dem Walslebener Stadt- und Ortschaftsrat Dirk Matz sind die Anwohner der betreffenden Straßen über den Umzug informiert. „Die Vorfreude ist auf jeden Fall da“, haben beide festgestellt. Die Einheitsgemeinde wiederum trage dazu bei, dass sich Walsleben zum Fest noch freundlicher präsentiert, informierte Nico Schulz. „Der Stadtgärtner hat in den zurückliegenden Tagen Blumen im Wert von 1000 Euro in Walsleben gepflanzt. Und noch vor dem Fest sollen auch die neuen Geräte für den Walslebener Spielplatz eintreffen“, kündigte der Bürgermeister abschließend an.