Bretsch l Weil das Engagement der knapp 20 Mitglieder alleine nicht reicht, bedankte sich die Vereinsvorsitzende Rosemarie Müller in ihrer Begrüßung besonders bei allen Helfern und Sponsoren, die den Verein dabei unterstützt haben, die Geschichte um den Arbeitsalltag und das Leben der Altvorderen auf der „Altmärkischen Höhe“ zu bewahren. Die Liste ist lang und reicht von spendablen Besuchern und Leihgebern über Gemeinde, Agrar­genossenschaft, Rittergut, Kreissparkasse Stendal oder Zellstoffwerk Arneburg bis zum Bürgerenergie-Windpark Gagel, der aktuell Geld für neue Ausstellungsvitrinen, eine Popcornmaschine oder einen E-Anschluss auf dem Dorfplatz für Außenaktivitäten der örtlichen Vereine spendiert hat.

Das Museum, davon konnten sich wieder einige hundert Besucher überzeugen, hat sich über die Jahre kontinuierlich weiterentwickelt. Längst ist die umfangreiche Sammlung, die zur 750-Jahrfeier des Ortes zum ersten Mal zu sehen war, in 24 Räumen nach Themen wie Landwirtschaft, Hofgeschichte, Schuhmacher, Schmiede, Hausschlachten, Jagd, Feuerwehr, Fernmeldewesen, Küche, Wohnen, Schlafen, Spielen und anderes mehr sortiert. Wobei es den Protagonisten nicht darum geht, wertvolle Raritäten anzuhäufen, sondern viele Maschinen oder ganze Gewerke der Eltern- und Großelterngenerationen zum Teil sogar in Aktion zu präsentieren, um vor allem jungen Leuten (gern auch Kindern aus Tagesstätten und Schulen) zu zeigen, wie beschwerlich das Leben früher war beziehungsweise wo Lebensmittel oder Leinen herkommen. Wobei aber auch ältere Semester zu den Stammgästen gehören, die viele Ausstellungsstücke noch aus eigener Erfahrung kennen.

Höchstes Lob gab es am Rande vom Archäologen und Bodendenkmalpfleger Otto Mewes. Der Kunsterzieher a. D. hat in der Kleinauer Schule ein Heimatmuseum mit ins Leben gerufen und attestiert, dass im Bretscher Heimatmuseum „unglaublich viel ehrenamtliches Engagement steckt“.

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Um das Programm beim Tag der offenen Tür noch bunter zu gestalten, bekamen die Heimatfreunde unter anderem Unterstützung durch die Brunauer Spinnfrauen oder Schäfer Andreas Schmidt aus Lückstedt. Für die Verpflegung sorgten die Heimatfreunde selbst mit Erfrischungen, Deftigem vom Grill und einer Kuchenauswahl, die einmal mehr bestens nachgefragt war.