Wanzer l Der Weg von der Hauptstraße aus führte vorbei an Ständen mit landwirtschaftlichen Produkten, Pflanzen und Blumen. Im und vor dem Turmraum der Kirche hatte die Hobbymalerin Brigitte Lobenstein ihre Bilder und bemalten Milchkannen zur Schau und auch zum Verkauf postiert. Daneben präsentierte sich die Brass-Band vom Wittenberger Marie-Curie-Gymnasium mit ihrer Sängerin und gaben den musikalischen Auftakt bei diesem Fest.

Genügend Sitzplätze gab es unter den Überdachungen und auf dem Freigelände am Grill, wo das gegarte Schwein ganz schnell seine Abnehmer fand. Dort mischte sich in den Geruch zum Gegrillten auch der Duft des vor sich hin köchelnden Pflaumenmuses.

Zehn Eimer vollreife Früchte waren zuvor entsteint worden, bis sie mit den nötigen Zutaten wie Walnüssen mit Schale fünf Stunden lang gerührt wurden. Herrlich duftete es auf dem Platz auch nach frisch geräuchertem Fisch.

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Auf Unverständnis stieß indes bei den Besuchern, dass sich eine Nachbarin wegen des beim Räuchern entstehenden Qualmes offenbar so belästigt fühlte, dass sie die Polizei informierte, die sich dann auch vor Ort sehen ließ. Zu diesem Zeitpunkt sorgte die Feuerwehrsirene dafür, dass viele Helfer ihre angewiesenen Plätze verlassen mussten, um zum nahe gelegenen Gerätehaus zu eilen. Der Einsatz wurde aber schnell abgesagt. Der vermeintliche Brandherd erwies sich als die große Strohmiete, die seit einigen Tagen kontrolliert abbrennt.

Am Backhaus bildeten sich derweil große Schlangen, denn es sprach sich schnell herum, dass die Pizzen und die anderen Produkte vorzüglich schmeckten. Manch einer gönnte sich am Weinstand einen guten Tropfen dazu oder ließ sich einfach ein Bier schmecken.

Im Eingangsbereich gab es in diesem Jahr auffallend viele Stände, an denen die Kinder sich mit Spielen, die auch ihre Großeltern noch kannten, beschäftigen konnten. Diese Spielegalerie hatte der Verein „Die Schmiede“ aus Polkau mit seinem Vorsitzenden Lothar Zahn mitgebracht. Er selbst betätigte sich als Zuckerwattenhersteller, der so manche Portion auch gratis an die kleinen Leckermäuler verteilte.

Wer sich kreativ betätigen wollte, der konnte Figuren bemalen. Und den ganz wissbegierigen Kindern zeigte der Indianer aus Aulosen sein Tippi und die Gerätschaften. Am Streichelzoo der Züchter Udo Reinecke und Silvio Rembde durften mit den Kaninchen gespielt oder das Federvieh gestreichelt werden.

Beim Spaziergang auf dem Alanddeich führte der Weg auch an der Kunstscheune von Anne Rose Becker vorbei, bis man beim Rückweg durch das Dorf zur Kirche im Garten der Familie Kloss die Werke der „Krüdener Malweiber“ auf sich wirken lassen konnte.

Die Organisatoren schätzten das Fest wieder als gelungen ein und möchten allen danken, die zum Gelingen aktiv oder passiv beigetragen haben.