Osterburg l Anfang des Jahres hatte die Platznot und räumliche Enge im Hort auf dem Schulgrundstück an der Hainstraße ein Ende. Weil der Landkreis als Träger der „Anne-Frank“-Bildungsstätte zustimmte, konnte die Einheitsgemeinde die Dritt- und Viertklässler des Osterburger Hortes in der Förderschule unterbringen. Dort stehen ihnen zwei Räume und ein Flurteil zur Verfügung, informierte Hort-Mitarbeiter Silvio Eichholz am Donnerstagabend die Mitglieder des Sozialausschusses. Die Außenstelle, für die eine Betriebserlaubnis von 44 Plätzen vorliegt und die täglich von etwa 25 Mädchen und Jungen besucht wird, muss sich aber nicht auf diesen Gebäudeteil beschränken. Denn abseits davon haben die Hortkinder nach Absprache auch Zugriff auf die im Gebäude befindliche Turnhalle, ebenso können sie die großzügigen Sport- und Spielanlagen auf dem Grundstück nutzen. Eichholz zeigte sich mit den Möglichkeiten und Bedingungen vor Ort sehr zufrieden, gleichwohl kündigen sich mit Beginn des nächsten Unterrichtsjahres schon Änderungen an. So sollen die Viertklässler wieder in den Hort der Grundschule am Hain zurückkehren, die Außenstelle am „Anne-Frank“-Standort bleibt dann ausschließlich den Drittklässlern vorbehalten, kündigten Eichholz und die städtische Amtsleiterin Anke Müller an. Grund: Für das nächste Schuljahr stellt sich die Kommune auf weiter ansteigende Betreuungszahlen ein. „Wir haben schon jetzt 44 Anmeldungen für Drittklässler vorliegen, die 2018/19 den Hort in Osterburg besuchen wollen“, zeigte Anke Müller auf, dass die Platzkapazität in der Zweigstelle „Anne Frank“ allein durch Mädchen und Jungen aus den dritten Klassen vollends ausgeschöpft wird.

Ein Hort ausschließlich für Drittklässler – ob diese Planspiele so aufgehen, hängt aber auch vom Landkreis ab. Denn der Träger des Anne-Frank-Lernortes muss entscheiden, ob die Förderschule 2018/2019 auf die dem Hort zur Verfügung gestellten Räume verzichten kann. Darauf setzt die Einheitsgemeinde – als dauerhafte Lösung hat sie aber ein anderes Projekt im Blick. So lässt die Kommune überprüfen, ob ihr Verwaltungsgebäude an der Ernst-Thälmann-Straße 10 für Hortzwecke umgebaut werden kann. Alternativ ist ein völliger Neubau, womöglich auf dem Hain, im Gespräch.