Werben l Weitere Mittel für die Revitalisierung der Alten Schule in Werben stehen bereit. Darüber freuen sich die Akteure des Arbeitskreises Werbener Altstadt (AWA), der mit fachlicher Unterstützung ein Nutzungskonzept für das gegenüber der Johanniskirche stehende Gebäude erarbeiten lassen möchte. Seit Ende 2015 ist der AWA Eigentümer der Alten Schule. „Insbesondere wollen wir die Idee eines Cafés, das bevorzugt als saisonales Biedermeier-Café gestaltet werden könnte, prüfen“, sagt AWA-Vorsitzender Werner Eifrig.

Eine erste Ideen-Werkstatt soll dazu Sonnabend, 15. Oktober, über die Bühne gehen, zu der neben den AWA-Mitgliedern weitere Teilnehmer eingeladen sind. Beginn ist um 18 Uhr im Kommandeurshaus. Wenn Werbener Bürger Vorschläge zur Erhaltung und Nutzung des Gebäudes vorbringen möchten, könnten sich diese auch an Werner Eifrig wenden. „Wichtig ist uns, dass die Alte Schule immer mehr zu einem Ort der Begegnung und Kultur wird. Hier sollen Einheimische, Neubürger und Gäste zusammenkommen, um Gemeinschaft und Genuss zu erleben“, betont der AWA-Vorsitzende.

Anfang nächsten Jahres soll ein Architekt mit einer Entwurfsplanung sowie einer Kostenberechnung für das Bauvorhaben beauftragt werden. Wenn notwendige Genehmigungen vorliegen, will der Verein weitere Sanierungsmaßnahmen umsetzen. „So ist der Einbau von Küche und Toiletten geplant. Noch in diesem Jahr soll das Gebäude an das Wasser- und Abwassernetz angeschlossen werden“, macht Eifrig auf noch wichtige und quasi vor der Tür stehende Vorhaben aufmerksam.

Seit 2011 bemüht sich der Arbeitskreis Werbener Altstadt um die Erhaltung und Belebung des geschichtsträchtigen Baudenkmales am Werbener Kirchplatz. Seitdem übernahm er zahlreiche Reparaturarbeiten am Dach, Fassade und in den Innenräumen. Zuletzt wurde der Westgiebel mit Mitteln aus dem Programm Städtebaulicher Denkmalschutz gesichert. Außerdem erhielten die Fensterrahmen frische Farbe.

Nun stehen weitere Mittel bereit. Im Rahmen des Modellvorhabens „Land(auf)-schwung“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft wurde bereits im März das AWA-Vorhaben „Revitalisierung Alte Schule Werben“ durch den Regionalbeirat des Landkreises Stendal ausgewählt. Im Rahmen des Förderschwerpunktes „Nachhaltige Siedlungsentwicklung“ suchten die Projekt-Verantwortlichen nach möglichen Vorhaben, die sich positiv auf die Verringerung des Leerstandes auswirken und die regionale Wertschöpfung stärken. Im August erhielt dann der AWA den Zuwendungsbescheid mit der Bewilligung von bis zu 98 800 Euro aus dem Bundesprogramm. Weitere 20 000 Euro steuert der Arbeitskreis als Eigenanteil bei – die Summe stammt aus Einnahmen mehrerer Biedermeiermärkte. „Hinzu kommen Eigenleistungen, die die Vereinsmitglieder in Form von Arbeitsstunden in das Projekt einbringen“, betont Eifrig, der sich stets auf seine Mitstreiter verlassen kann.