Seehausen l Wo möchte sich die Verbandsgemeinde Seehausen mit ihren fünf Mitgliedsgemeinden zukünftig hinbewegen? Lisa Weigelt aus der Seehäuser Verwaltung, die bei den beiden bisherigen Ortsrundgängen von Kommunalpolitikern unterstützt wurde, zieht ein positives Zwischenfazit. Die Gruppe, die sämtliche Orte in der Wische und der Hansestadt berücksichtigte, erfuhr bei den Gesprächen mit den Einwohnern von Problemen vor Ort. Um in Zukunft das Bild der Orte positiv zu beeinflussen, ist die Mitwirkung der Bürger bei den Ortsrundgängen sehr bedeutungsvoll. Deshalb hofft die Verwaltung bei den noch drei ausstehenden Terminen auf die Unterstützung der Einwohner.

Neben Verbesserungsvorschlägen konnten die Verantwortlichen auch jede Menge Erfreuliches aufnehmen. „So herrscht in vielen Orten ein reges Vereinsleben“, bemerkt Lisa Weigelt. Sie denkt beispielsweise an den rührigen Förderverein „Wirbelwind“ in Geestgottberg, der einiges auf die Beine stellt. „Es ist wichtig, dass wir das Vereinsleben und das Ehrenamt weiterhin stärken.“ Neben gewünschten investiven Maßnahmen spielte so auch das allgemeine Leben in den Orten eine große Rolle.

In Schönberg beispielsweise drehten sich die Gespräche vorwiegend um die Verbesserung des Ist-Zustandes. Die schwache Straßenbeleuchtung wurde ebenso wie der Wunsch eines Radweges nach Seehausen angesprochen. Katja Mengewein notierte sich vieles. Sie ist Mitarbeiterin eines in Magdeburg ansässigen und deutschlandweit agierenden Planungsbüros, das die Verbandsgemeinde bei der Erstellung für das Integriertes Gemeinde-Entwicklungs-Konzept (IGEK) beauftragte. Das vom Land geforderte IGEK soll das Leitbild für die künftige Entwicklung einer Kommune sein.

Was auch zur Sprache kam, waren die nicht wenigen Brachflächen in der Wische, die in privater Hand sind, was die Aufgabe einer Kommune, sie eventuell an Interessenten zu bringen, nicht einfacher macht. Zu den weiteren Themen in den Gesprächen gehörte die Stadtsanierung, die auch in den kommenden Jahren weitergeführt werden sollte, und die Auflagen des Denkmalschutzes, die vielen Bürgern ob des Umfangs beim Hausbau beziehungsweise -umbau Nerven kosten würden. Eine Erleichterung werde gewünscht.

Mit den Ortsrundgängen erfolgt die Bestandsaufnahme für die Erarbeitung des IGEK. Anschließend werden sich die Facharbeitskreise, die neben Verwaltungs-Mitarbeitern und Kommunalpolitikern auch aus Verantwortliche anderer Bereiche bestehen, mit dem Papier beschäftigen. Beispielsweise könnte sich ein Bereich aus Familie/Jugend/Senioren bilden. Der nächste Ortsrundgang geht am kommenden Mittwoch (6. Februar)  in der Gemeinde Zehrental über die Bühne. Dann sind auch wieder die Hinweise der Bürger in den jeweiligen Orten gefragt.