Rochau l In Rochau soll wieder eine ärztliche Grundversorgung bestehen. Zwei Ärztinnen halten laut Plan an drei Tagen der Woche stundenweise Sprechstunden in den ehemaligen Horträumlichkeiten ab. Es handelt sich laut Bürgermeister Dirk Zeidler um die frühere Rochauer Allgemeinärztin Ecaterina Furdui und die neue Arneburger Allgemeinärztin Christiane Müller. An welchen Tagen und in welchem Umfang die Ärztinnen in Rochau Patienten empfangen, soll in dieser Woche geklärt und dann öffentlich gemacht werden.

Indes steht fest, dass die Sprechstunden in den ehemaligen Horträumlichkeiten neben der Rochauer Mehrzweckhalle stattfinden. Die Gemeinde hat zur Vorbereitung im Behandlungsraum, von dem es einen geben wird, ein Waschbecken angebracht. Dazu kam auch im großen Wartezimmer etwas frische Farbe an die Wand. Stühle standen in dieser Woche schon bereit, im Praxisraum auch ein Schreibtisch, eine Liege sollte in dieser Woche noch ankommen. Die Toiletten sind auf der anderen Seite des großen Flures. Die Technik bringen für die Erstversorgung die Ärztinnen mit.

Mit der „Außensprechstunden-Lösung“ soll nun erstmal etws Ruhe in die Rochauer Ärztefrage kommen. Zum 30. Juni dieses Jahres hatte Rochaus frühere Ärztin Ecaterina Furdui ihren Vertrag mit der Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Dreiländereck GmbH gekündigt, um sich in Osterburg niederzulassen, die Praxis von Utz Thiele zu übernehmen. Die GmbH kündigte ihrerseits zum 30. September die Praxisräumlichkeiten in der Straße des Friedens in Rochau. Wie die Kassenärztliche Vereinigung mitgeteilt hatte, könne nur das Versorgungszentrum Auskünfte zu künftigen Planungen die Arztstelle betreffend geben. Theoretisch könnte sie innerhalb von sechs beziehungsweise zwölf Monaten noch durch das Versorgungszentrum nachbesetzt werden. Dahinter steht aber ein großes Fragezeichen, da die MVZ quasi für niemanden erreichbar ist, „mauert“, wie Rochaus Bürgermeister es ausdrückte.

Zeidler hoffe zwar immer noch auf eine ganze Arztstelle im Ort, „aber realistisch ist das erstmal nicht“. Er erwähnt noch einmal, dass die Praxisräumlichkeiten im Hort nur eine Interimslösung sein sollen. Dem Rat schwebe vor, den Geldautomatenraum zur Praxis umzubauen. Er wäre zentraler, direkt neben dem Konsum.