Arneburg l Eine Wiese am Arneburger „Anger“ soll sich noch in diesem Jahr in einen Spielbereich für Jung und Alt verwandeln. Während der Arneburger Stadtratssitzung am Dienstagabend stellte Planer Göran Fenn das Projekt vor, das rund 80 000 Euro nach sich ziehen wird. Und da in diesem Jahr bereits die Hälfte im Etat eingestellt ist, hoffen Rat und Einwohner auf erste sichtbare Ergebnisse. „Es wird ein Spielplatz für Kinder von null und für Rentner bis 100 Jahre werden“, machte Bürgermeister Lothar Riedinger (CDU) darauf aufmerksam, dass der Bereich allen Altersgruppen zugute kommen sollte.

Planer lobt Lage des Grundstücks

Der Planer betonte, dass die Stadt für die „Spiel- und Sportoase“ ein sehr zentrales und schönes Grundstück ausgewählt hat, das sich in der Nähe des Parkplatzes für den Burgberg befindet. Eine kleine Naherholungszone würde sich dort praktisch anbieten, sagte Fenn, der auch viele Jahre in Arneburg verbrachte und seit einigen Jahren in Klietz wohnhaft ist. Die kommunale Fläche soll mit Spiel- und Sportgeräten aufgewertet werden, wobei weiterhin auf viel Grün Wert gelegt wird. Beispielsweise besitzt der aktuelle Baumbestand oberste Priorität und wird bei der Gestaltung mitberücksichtigt. Ebenso wie genügend Rasen. Nur einige Geräte müssten aufgrund der Fallhöhe mit einem anderen Untergrund, beispielsweise Rindenmulch, versehen werden.

Schaukeln, Wippen und Sandkästen

Wie Fenn informierte, sollen drei Bereiche eingerichtet werden, wobei die jüngste Gruppe der unter 3-Jährigen sich im hinteren Teil (von der Straße ausgehend) wohl fühlen soll. Den Jüngsten werden unter anderem Schaukelgeräte, Wippfiguren und Sandkästen bereit gestellt. Die etwas älteren Kinder, die sich im Plan als die Ü3-Gruppe wiederfindet, dürften sich auf diverse Klettermöglichkeiten, ein Spielhaus mit Rutsche oder ein Trampolin freuen.

Und die Jugendlichen und Erwachsenen werden zu Sport unter freiem Himmel animiert. Der vordere Bereich zur Straße ist für sie „reserviert“. Dazu zählt auch ein Kletter- und Gymnastikparcours, an dem sich die Nutzer auspowern könnten. Aber auch andere Gerätschaften aus robustem Edelstahl will die Stadt für ihren neuen Bereich erwerben. Dabei denkt sie unter anderem an Geräte, die sämtliche Muskelgruppen beanspruchen. Umsonst und an frischer Luft heißt dann die Devise. Erfahrungsgemäß sind an Schildern mögliche Übungen erklärt.

Laut dem Planer sollen auch nicht wenige Bänke zum Verweilen auf dem Areal aufgestellt werden. Ein Zugang wird von der Straße am „Anger“ geschaffen, der auch abschließbar sein soll. Auf Nachfrage eines Stadtratsmitglieds sagte Göran Fenn zu erwartenden Kosten, dass das Ziel mit 80 000 Euro angegeben sei.

Tagesstätte gab auch Anregungen

Die Errichtung des neuen Spiel- und Fitnessbereiches erfolgt laut Plan in zwei Bauetappen. Das bedeutet: Noch in diesem Jahr soll mindestens ein Bereich fertig werden.

Wie Stadtrat Carsten Sommer (BI Arneburg) sagte, habe die Stadt auch die Erzieherinnen der Kindertagesstätte „Elbräuber“ in die Gestaltung mit involviert. Sie gaben ebenfalls Anregungen, beispielsweise zu Spielgeräten. Im Großen und Ganzen sprachen sie sich lobend über die geplante Spiel- und Sportoase aus.

In Arneburg existiert ein Spielbereich, der sich auf dem Innenhof der Schule befindet und öffentlich zugänglich ist. „Der wird täglich um 20 Uhr abgeschlossen“, sagt der Bürgermeister. Allerdings ist dieser Spielplatz weniger für die Jüngsten und damit für die unter 3-Jährigen geeignet. Das wird sich mit der neuen Spiel- und Sportoase ändern.