Losse l Als der Leiter des kreislichen Straßenbauamtes, Thomas Müller, und Peter Pickler vom gleichnamigen Ingenieurbüro Anfang des Jahres dem Gemeinderat die Pläne für die neue Ortsdurchfahrt Losse vorstellten, mussten sie beim Realisierungstermin noch vage bleiben (wir berichteten). Jetzt ist es erklärter Wille, das Vorhaben nicht über den Winter zu splitten, sondern 2021 in einem Ruck fertigzustellen.

Das teilte jetzt der Bürgermeister der Gemeinde „Altmärkische Höhe“, Bernd Prange  (CDU), mit. Verbunden mit dem Verweis, dass die Gemeinde das Vorhaben haushälterisch wie angedacht über drei Jahre plant und Geld anspart, damit der Eigenanteil Anfang 2021 beglichen werden kann. Auch wenn der Kreis als Straßenbaulastträger Herr des Projektes ist, muss sich die Kommune an Nebenanlagen wie Gehwegen, Beleuchtung oder Begrünung beteiligen. Die Summe beläuft sich dank Nebenanbindungen an die Kreisstraße mittlerweile auf etwa 210 000 Euro.

Begrünung mit Linden

Teuer wird es für die Gemeinde auch an den Stellen, wo der Gehweg die neue Asphalt-Straße direkt tangiert, aufgenommen und auf eine normgerechte Breite von zwei Metern ausgebaut werden muss. Bei einer Fahrbahnbreite von 6,50 Metern inklusive der Hochborde kann es an einigen Stellen der etwa 800  Meter langen Ortsdurchfahrt eng werden. Bei der Begrünung scheint es inzwischen durchgehend auf Linden hinauszulaufen. Dazu sei es gelungen, die Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen vor Ort zu etablieren, so Prange.

Dass der Wasserverband Stendal-Osterburg die Gelegenheit nutzt, um eine neue Trinkwasserleitung samt Hausanschlüssen unter die Erde zu bringen, war bekannt. Inzwischen sitzt auch der Zweckverband Breitband Altmark mit im Boot. Der ZBA lässt nämlich Lehrrohre verlegen, die später die Lichtleiterkabel für eine schnelle Internetanbindung aufnehmen können.

Direkt Betroffene werden informiert

Die direkt betroffenen Losser werden wie im Frühjahr besprochen am kommenden Freitagabend im Saal des Gasthofes Bretsch über die Baupläne informiert. Dazu gehören neben den technischen Daten des Straßenkörpers auch logistische Belange, die von der Umleitung für Anwohner bis zur Müllabfuhr reichen.

Einen Eigenanteil haben die Losser nicht zu befürchten. Entweder das Land hat die Straßenausbaubeitragssatzungen bis Ende 2021 abgeschafft, so wie es derzeit im Gespräch ist. Ansonsten würden entsprechende Forderungen über die Sponsorengelder aufgefangen, die von den Betreibern des Windparkes Gagel jährlich für Vorhaben in der Kommune gezahlt werden, die nicht zu deren Pflichtaufgaben gehören.