Seehausen l In Zeiten der Corona-Pandemie drohen Solidarität und Mitgefühl manchmal auf der Strecke zu bleiben. Bei den Blutspendern ist das offenbar nicht der Fall.

Zumindest nicht in Seehausen, wo das DRK-Blutspendemobil am Freitag zum letzten Mal für dieses Jahr einen Zwischenstopp am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr an der Otto-Nuschke Straße einlegte. Vorbehaltlich der endgültigen Zahlenzusammenstellung für 2020 haben sich erste Befürchtungen vom Frühjahr nicht bewahrheitet, resümierte die Vorsitzende der Ortsgruppe Seehausen, Marlies Duffe, im Gespräch mit der Volksstimme. Die organisierten DRKler vom Aland und deren Helfer führen die Aktionen seit vielen Jahren durch und kümmern sich um das Anmeldeprozedere ebenso wie um das leibliche Wohlergehen der Freiwilligen, damit sich das medizinische Personal auf seine Arbeit konzentrieren kann.

Weihnachtsmann verteilt Leckeres

Jürgen Moll, im Vorstand für die Blutspendeaktionen verantwortlich, ließ durchblicken, dass sich die Zahl der Freiwilligen sogar erhöht habe. Bis auf Freitag, aber auch da wurde das Vorjahresergebnis mit 90  Spenden nur um einen Zähler verfehlt. Ein erfreuliches Ergebnis, so Moll, der sich ebenso wie seine Mitstreiter über einen kontinuierlichen Zugang von Erstspendern – dieses Mal waren es drei – freut.

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Beim letzten Termin für 2020 gab es nicht nur Präsente für die Jubiläumsspender, sondern eine Aufmerksamkeit für alle, die der Einladung gefolgt waren. Jürgen Moll war ins Weihnachtsmann-Kostüm geschlüpft und überraschte die Frauen und Männer vor dem Aderlass im Namen der Ortsgruppe mit einer Flasche Wein und einem Schreiben, in dem sich das DRK für die Hilfsbereitschaft bedankte, frohe Feiertage wünschte, aber auch gleich die neuen Blutspendetermine für das kommende Jahr mit auf den Weg gab.

Festlicher Imbiss musste ausfallen

Dass es in der Adventszeit nicht den gewohnt üppigen warm-kalten Festimbiss geben durfte, betrübte die Gastgeber vermutlich noch mehr als die Spender, die für das etwas steril wirkende Lunch-Paket zum Mitnehmen aus corona-bedingten Gründen aber ebenso Verständnis aufbrachten wie für das umständliche Einlass-Prozedere. Vielmehr war es so, dass sich viele Gäste bei den Organisatoren der Blutspenden für deren Durchhalte-Willen bedankten, so Marlies Duffe.