Touristiker wollen den Elberadweg auf dem Westufer zu mehr Bedeutung verhelfen

Infotafeln machen aus alternativ exklusiv

Von Ralf Franke

Klappern gehört zum Handwerk. Und in Sachen Fahrradtourismus klapperten engagierte Leute aus der Verbandsgemeinde Seehausen gestern Vormittag kräftig, als sie drei neue Infotafeln am Elberadweg in Eickerhöfe und Beuster anbrachten.

Seehausen/Eickerhöfe l Dass die Mitglieder der Arbeitsgruppe Radtouristik, Mitarbeiter aus der Verwaltung, Mitglieder des Wirtschaftsförderausschusses, Bürgermeister und andere mehr ein besonderes Interesse an dieser Art der Werbung an der sonst recht bekannten Streck haben, ist deren Ausschilderung geschuldet.

Auf diesem Teil der Route verläuft der überregionale Radweg auf beiden Seite der Elbe. Aber am westlichen Ufer eben nur als sogenannte "alternative" Strecke. Der "richtige" Kurs, abgesteckt mit den bekannten kleinen Schildchen, führt die Touristen auf dem kürzesten Weg über die alte Bahnbrücke direkt nach Wittenberge. Der unvorbereitete und ortsunkundige Radler lässt damit sehenswerte Natur, Denkmale, Museen, Kunsthandwerk, Biobetriebe, Gastronomie und anderes mehr zwar nicht links, dafür aber rechts liegen. Tourismusfachleute der Region bemängeln das schon länger.

Ehrgeiziges Projekt hat viele Helfer

Bislang gab es aber noch kein Einlenken vom Land. Damit die Aufmerksamkeit der Ausflügler auch auf die Orte und Sehenswürdigkeiten "Zwischen Storchendorf und Storchenstadt", so der Titel der Tour, gelenkt wird, haben Radtouristiker wie zum Beispiel Susanne Bohlander, Layouter wie Rüdiger Kloth oder die Schüler vom Grünen Klassenzimmer der Sekundarschule Seehausen, um nur einige zu nennen, wichtige Argumente zu Papier gebracht. Neben dem Bezug auf Wahrenberg beweisen die Akteure mit dem Verweis auf Werben zudem, dass sie über den Tellerrand hinaus blicken. Insgesamt sind es 13 Tafeln, die sich die Verbandsgemeinde aus dem Fond Wirtschaftsförderung 5000 Euro kosten lässt. Eine allgemein gehaltene Infoquelle und zwei spezielle zu Eickerhöfe und Beuster wurden gestern feierlich montiert. Der Rest - zum Teil in exklusiver Lage auf dem Radweg entlang der Deichkrone folge, wenn die Pedalritter in die neue Saison starten, so Verbandsgemeindebürgermeister Robert Reck.

Wer sich schon jetzt einen Überblick über die Alternativ-Tour verschaffen will, kann das am Seehäuser Rathaus beziehungsweise am Schwibbogen tun, wo Sekundarschüler der AG Grünes Klassenzimmer eine Leinwand mit den wichtigsten Ausflugszielen entlang der Strecke angebracht haben.

Robert Reck beließ es gestern nicht nur bei einem Dankeschön, sondern lud die Mitstreiter zu einem kleinen Imbiss nach Beuster ein.